sch-ach-zdd-Elsa-Cayat

Teil „zdd“ in memoriam Elsa Cayat

 

Ein Mandelfisch, gewissermassen der geschrumpfte Riemenfisch, gepökelt nicht in Salz, sondern in Zucker, versetzt mit einem dieser brauen Dinger, der hat auf diesem Tisch Platz.

Schon wieder was Ekliges!

Vermutlich wird es die Marone eingestampft in irgendeinen Muss geben, durchmischt mit Maniok. Der soll gut schmecken.

Besonders wenn dieser Maniok während mehrerer Stunden in Wasser eingelegt wurde, soll er ein Leckerbissen für die Nase sein. Er entwickelt dann eine solche Würze, die manchen unter uns, freundlich ausgedrückt, an einen anderen Ort gemahnt als die Küche.

Meinetwegen. Das mit der Ausdünstung wird stimmen. Aber jetzt nur kein Eigenschaftswort, um diesen aparten Duft zu beschreiben. Das wäre politisch inkorrekt.

Bitte nichts Ungeniessbares. Das passt schlecht zu uns, die wir noch rein nichts genossen haben und rein nicht wissen, was wir geniessen werden. Wir wollen uns die Marone nicht verderben lassen.

Soll die Marone mit Frites durchlöchert serviert werden?

Der Hunger, läuft er einmal Amok, windet in die Gehirne der Menschen seltsame Vorstellungen. Nun wird bald der Vorschlag folgen, wir sollen in Schuhe eingelegte Maronen essen. Qualitativ hochwertige Schuhe bestehen meistens aus einem guten Leder, das kräftig in Saucen eingelegt mit der Zeit durchaus geniessbar wird. Den Vorschlag unterlasse ich aber tunlichst zu äussern.

Meine Herren, alle, bitte seriöse Vorschläge und nicht solche Absonderlichkeiten, meint Kunigunde, die noch steht.

Mit einer Marone lässt sich vieles anstellen, merkt Kaspar an, Präparationen, die vorzügliche Resultate erzielen. Zur Not kann man die Marone frittieren oder einfach braten oder grillieren und auch noch rösten.

Wer etwas auf Risiko aus ist und überraschende Resultate anstrebt, der kann die Marone gären, fermentieren, verschimmeln, ausdörren, austrocknen oder ganz einfach zu einer hundertjährigen Marone verfaulen oder verrotten lassen. Es spricht natürlich für sich, dass alle diese Methoden nur mit grossem Sachwissen und entsprechender Erfahrung bezüglich des genannten Produkts angewandt werden kann, so dass es zu einem ungetrübten Genuss führt, sofern es verzehrt wird. Fermentiertes gefällt nicht jedem Gaumen.

Und was ist mit dem Verfaulten und Verrotteten? Das wird nichts geben.

Die Schrumpfkopfmarone betrachten einige meiner Freunde als ungeniessbar.

Fortsetzung

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