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zdc in memoriam Mustapha Ourrad

 

Der Hunger scheint gross zu sein und drängt, dass endlich aufgetischt wird. Jetzt reden auf einmal alle von dieser Marone. Sie beflügelt geradezu den Geist.

Doch über das, was diese Marone darstellt, sind wir uns völlig im Unklaren. Dafür gehen die Vorschläge in alle Richtungen, was das Menü betrifft, welches die Marone begleiten soll. Wir können uns schlicht nicht vorstellen, was uns als Marone serviert werden wird. Wir sind uns einig darin, dass eine Marone nicht genügt, um uns den Beutel zu füllen.

Ungeheuerlichkeiten werden genannt, derart vereinnahmend erweist sich der Hunger, obwohl noch gar nicht alle sitzen.

Von oben kommt die Bemerkung, dass wir ein reichhaltiges Gericht bei all dieser Wartezeit reichlich verdient haben. Er habe Hunger und überhaupt nichts dagegen einzuwenden, wenn die ersehnte Speise nun ganz überraschend aufgetischt werde. Es sei völlig egal, ob diese Marone mit Nudeln umgarnt oder mit Gänsefüssen garniert werde, die eine Marone in ihren Klauen halten. Hauptsache, es gebe etwas auf den Teller. Es sei unerheblich, ob die Marone heran geflogen, herbei gebracht oder hin geworfen werde. Nur sei es jetzt wirklich an der Zeit, uns alle für diesen Abend zu verköstigen und zu kräftigen.

Das genüge ihm nicht, kommt es ebenfalls von oben. Er müsse mehr haben. Denn eine einzige Marone würde nicht einmal ihm reichen. Er stellt sich vor, dass uns eine ganz grosse, gut ausgewachsene Kastanie, stattlich wie ein Kürbis, vorgesetzt werde. Denn so gross sei der Hunger. Die Speise dürfe so lang sein wie ein Riemenfisch, müsse aber auch dessen Umfang aufweisen und gestopft sein mit Maronen.

Stimmt, in einen solchen Fisch passt vieles hinein, eine ganze Menge an Maronen.

Das geht gar nicht, das Vieh bringen wir nicht auf diesen Tisch, auch wenn wir diesen Fisch zusammen klappen.

Aber gut gestopft stillt er unseren Hunger. In so einem Fischleib hat allerhand Platz. Der würde uns zwölfmal umschlingen und dann verschlingen und sich schliesslich mit einer halben Tonne Mensch im Bauch zum Schlafen über diesen Tisch legen. Ich denke, eine solche Masse würde genügen, um uns alle gründlich zu ernähren.

Ein solcher Fisch und erst noch gestopft, hätte auf unserem Tisch schon gar nicht Platz, auch wenn er gar gekocht wird und so wegen der verdampften Flüssigkeit in seiner Grösse eingeht. Auch die Maronen würden ihn nicht daran hindern, dass er durch das Kochen in seiner Länge auf die Dimension einer Maroni eingeht.

Fortsetzung

 

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