sch-ach-zda-Bernard-Verlhac-Tignous

zda in memoriam Bernard Verlhac „Tignous“

 

Zur Kastagne, auf welche sich nun einmal mehr alle Sinne lenken, gesellt sich sehr schnell ein weiteres Thema, das für kurze Zeit die Überhand gewinnt: Der Tisch mit seinen drei Beinen. Ob er auch wirklich standfest ist oder ob er bei der ersten Gelegenheit kippen wird? Ein Tisch mit vier Beinen halte sich besser als dieses dreibeinige Gebilde auf dem Boden. Zur Stabilität dürfte auch nicht beitragen, dass der Dicke mit seiner Begleiterin, so wird sie bereits genannt, am selben Ende des Tisches sitzt.

Wenn er sich auf die Tischkante stützt, kann es durchaus sein, dass er mit seinem Übergewicht den Dreifuss-Tisch aus seinem doch etwas labilen Gleichgewicht bringt und diesen kippt. Vom Dicken wisse man ja, dass er ab und zu geruhe, die Dinge aus dem Lot zu bringen und selber zuweilen zu Boden gehe. Mit gehe dann auch alles, „was sich auf dieser Ebene befindet, die dazu dient, unsere Gläser zu halten“, zu Boden. Das war wieder so eine kasparsche Wortakrobatik.

Ein Falt-Drei-Bein-Hocker – ein Falthocker mit drei Beinen, korrigiert die Nachbarin – erfüllt alle Bedingungen, damit er sicher und stabil auf dem Boden steht. Wenn man auf ein Taburett hinauf steigt und sich in die Höhe reckt, um in einem Schrank aus einem hoch gelegenen Kästchen etwas heraus zu holen, dann kann es durchaus geschehen, dass man das Gleichgewicht verliert und gemeinsam mit dem dreibeinigen Schemel, dem das vierte, stabilisierende Bein fehlt, zur Seite kippt. In beschriebenem Fall erweist sich jedoch, dass der Schemel mit seinen vier Beinen weniger stabil als der Drei-Bein-Hocker ist, weil es niemandem in den Sinn kommt, auf ein derartiges Drei-Bein-Gestell zu steigen, um, dieses unter den Füssen, damit man weiter hinauf greifen kann, in hoch gelegenen Ablagefächern weit hinauf gebauter Wandschränke herum zu hantieren. Mit dem Dreibeiner kommt es daher schon gar nicht zu einem Fall. In den Haushalten sei dagegen ein Sturz mit den Vierbeinern gang und gäbe, weil für derartige Akrobatik, etwa zum Austausch einer kaputten Leuchtbirne in einer Lampe an der Decke, der Vierbeiner wegen seiner vermeintlich stabilen Haltung absolut bevorzugt werde.

Mit dem Tisch verhält es sich genauso. Niemandem würde einfallen, sich auf einen dreibeinigen Tisch zu hieven, um dann auf dessen Platte einen Tanz zu absolvieren. Der Tisch würde bei geschmeidig und kräftig ausgeführten Tanzschritten sehr schnell aus seiner Balance fallen. Und stiege gar der Dicke in die Rolle des Tänzers, würde der Tisch glatt zusammen krachen, sofern er nicht bereits zuvor, durch die Masse, die auf ihn hinauf steigt, aus dem Lot gebracht, einknickt. Darum, das Drei mit dem Vier und dem Tisch stelle keine Gefahr dar. Man könne getrost an diesem sitzen bleiben, jene, die bereits sitzen.

 

Der Hungerbandwurm

 

Kaspar wird für seine Ausführungen kräftig ausgebuht.

Fortsetzung

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