sch-ach-zcu-alive

zcu alive

 

Jetzt wirkt Vladidir in seinem mit allerlei Strass besäten Klunkerkleid fast so aus wie ein gerupftes Huhn. Wir lachen uns krumm. Alle Teile, die den Mann bei ihm ausmachen, kommen zur Geltung. Er ist gut gebaut. Das muss auch meine beste Freundin zugeben. Er verfügt über eine schöne Muskulatur. Sein Outfit hat zudem nun den Vorteil, dass der breitbeckig herein gekommene Mann nun richtig tailliert bequem und ordentlich auf einen Stuhl passt, ohne dass er wie der Dicke Nachbarinnen ständig in die Seite fährt.

Vladidir, solcherart zurecht und auf Normalform gestutzt, und seinen Wladimir bugsiert Janie an den Tisch. Sie platziert diese getrennt voneinander, so dass sie selber sich bequem zwischen die Beiden setzen kann. Warum gerade Janie? Das ist mir ein Rätsel. Sie wird sich den beiden gegenüber wohl nicht so aufdringlich benommen haben, wie es andere Frauen in diesem Lokal tun.

Es geht vorwärts. Jetzt sitzen von unserer Runde schon fünf Personen. Der Verteilprozess muss weiter gehen. Denn was das Sich-Setzen betrifft, nimmt das Boot Fahrt auf und niemand will es aufhalten, sonst fliesst uns noch die Marone davon.

Gutes Bild, meint Kaspar von seiner Sitzwarte aus zu Nadja, wir zwei halten mit unserem Sitzen die Marone bereits auf.

Das Essen soll man nie davon schwimmen lassen. Im Wasser warten immer andere Fische. Und wenn es ums Schnappen geht, dann sind sie immer schneller als gedacht und flugs verschwindet der Braten, nicht im Wasser, aber in den Magen, obwohl dann nach wie vor im Wasser, weil sich der Fisch schliesslich im Wasser befindet.

Also Kaspar, das ist wirklich kein gutes Bild und zuviel des Wassers in einem Satz. Es trieft geradezu vor Feuchte, so dass die Farbe vom Bild abfällt, meint Fussg. Ich werde mich nicht neben dich setzen und von deinen Philosophien profitieren.

Das will ich auch hoffen. Du bist keine Dame. Du hast es gehört: Wir sitzen hier nicht an einem Stammtisch.

Stramm sitzt Mann am Stammtisch.

Wir hier nicht!

Jetzt geht die Sache erst richtig los! Der Dicke hat sich in die Mitte des Tisches gesetzt und nimmt dabei wahrlich ungeheuer viel Platz ein. Kaspar wird an dessen Rand gedrückt und schier über diesen hinaus gedrängt. Kaspar wirkt wie eingeengt und dicht bedrängt auf seinem Stuhl. Bei fünf Normalgewichtigen, so viele haben auf einer Seite der Tafel Platz, gäbe es kein Gerück und keine Ungleichheit. Sässe Wilhelm normaldick auf seinem Stuhl, hätten ihm zu beiden Seiten bequem je zwei Normalgewichtige die Möglichkeit, sich zu setzen. Niemand würde über den Tischrand hinaus geschoben.

Fortsetzung

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