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Einer greift nun ein. Wilhelm plumpst auf einen Stuhl, Kaspar setzt sich neben ihn – „ich neben ihm, weil der Stühle fünfzehn sind und uns für das geschlechterparitätische Sitzen eine Frau fehlt. Sollte eine weitere Dame auftauchen, bin ich durchaus bereit, die Tischordnung zur Disposition zu setzen.“

Das ist schon mal einen Schritt hin zu einer Sitzordnung. Ich denke, wir denken, die beiden sollen vorerst sitzen bleiben. Sobald zwei sitzen, werden auch die übrigen ihren Platz finden. Bei vierzehn bilden zwei schon einen stolzen Anteil einer Gruppe, die sitzt.

Der Dicke und neben ihm der unverwüstliche Kaspar formen das erste Paar, das seinen Platz gewählt hat. Der Schachspieler Kabar und seine Jette stehen unschlüssig am Tisch und wissen nicht, wo sie sich setzen sollen. Es spricht für sich, dass zu beiden Seiten des ersten sitzenden Paares, männlichen Zuschnitts, Damen sitzen müssen.

Es entspricht einem ehernen Gesetz, dass die beiden Geschlechter sich bestens zu Tisch ergänzen und am Tisch vertragen, wenn sie nebeneinander an einer Tafel Platz nehmen: Mann neben Frau. Die unterschiedlichen „Fress“-Gewohnheiten und auch weitere unterschiedliche Eigenarten, welche die beiden Geschlechter an den Tag legen, dies nicht nur „zu Tisch“ , sondern auch „zu Bette“ sorgen „zu Tisch“ meist für ausgiebigen Gesprächsstoff. Solche Unterhaltung vermag ganze Abende zu füllen.

Ein solcher Abend stopft in sich hinein, was nur in ihn hinein passt. Doch wir beide, meine beste Freundin und ich, das nehmen wir uns vor, halten uns zurück. Wir wollen nicht solche Formen annehmen wie der Dicke. Jene Dame aber, welche nun zu seiner Seite sitzt, weist ebensolche Masse auf, auch wenn sie mit ihren Massen noch nicht das Ebenbild ihres Nachbarn erreicht. Wir beide, meine beste Freundin und ich, greifen uns an die Nase. Die hat es übel erwischt: Wenn Frau zu viel isst, dann zieht sie mit dem Mann gleich, der sein Übergewicht mit sich herum trägt.

Fortsetzung

 

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