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zcn Plaza

 

Etwas viel Übermut – es ist keine gute Idee, das mit den Augenbinden. Diese werden zum völligen Chaos führen. Zu einer totalen Unordnung. Ordnung will, dass man sie sieht, sonst ist sie es nicht. Die Marone muss den Vorrang behalten. Sonst wird uns noch eine verkohlte Marone serviert und es wird damit nichts Rechtes zu essen geben.

Das mit den verbundenen Augen ist wirklich keine gute Idee. Es fördert nur das eine Begehren und wird die Männer, gewisse von ihnen ganz sicher, auf schlechte Gedanken bringen. Nichts da! Jeder kennt sein Glas. Unsere Getränke sind zu verschieden auch in der Glasgestalt, in der sie dargebracht werden. Die Gläser gleichen sich nicht. Wir Frauen sind uns sicher: Unter diesen Männern sind einige, die statt nach ihrem Glas zu greifen, versuchen werden, uns zu betatschen. Nichts da!

Zum Glück befindet sich Herr Sie nicht unter uns. Sonst würde er jetzt gewiss zu einem Vortrag über Sitte und Ordnung ansetzen und uns Mores predigen, damit wir nicht Getränk und Glas mischen. Jedem Glas sein Getränk. So lautet die Ordnung des Hauses. Jedem Glas ein Getränk.

Ein Weissweinglas verträgt nun einmal keine grüne Fee. Wer sein Glas mit Bedacht wählt, wählt auch das Getränk mit Sorgfalt.

Das Auge schmeckt mit. Wer nicht auch seinen Blick in den Rotwein steckt, dem sollte man den schlechtesten Rotwein in sein Glas schütten und für den Schlechtschmecker noch eine Tracht Prügel folgen lassen. Fussg gibt sich ziemlich rabiat.

Also, wer sich auf das Glatteis des Gourmets begibt, achtet besonders auch darauf, wie das Bestellte aufgetragen und vor allem auch, in welchem Gefäss es präsentiert wird. Das Auge trinkt mit. Das gilt besonders auch für die besseren Säfte, wie viel Alkoholgehalt sie auch haben und auch, wenn sie über keinen solchen verfügen. Es kommt hinzu, dass sich nur im geeigneten Glas der Duft, das Bouquet, der Geschmack einer gegorenen Rebe oder einer Frucht, eines Getreides zu entfalten vermag. Das verlangt die Ordnung des Trinkens.

Der Sie ist weg, aber du hältst uns einen Vortrag, wie du ihn jenem aufgeschwatzt hast.

So etwas wie einen Vortrag über das richtige Trinken brauchen wir jetzt nicht.

Wer etwas Neutrales wie Wasser zu sich nimmt, der wird immer nach dem richtigen Glas greifen; auch mit verbundenen Augen, meine ich. Mein Wasserglas auf dem Tisch erkenne ich mit meinen Händen. Darum bin ich der Meinung, das mit den verbundenen Augen ist kein guter Vorschlag.

Und Gründer würde sowieso nach etwas Anderem als nach seinem Glas grapschen.

Ich bin Gastgeber und verfüge darum über Vorrechte.

Fortsetzung

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