sch-ach-zce-Triangle

zce Triangle

 

Der ist wohl ausgezogen und begibt sich zum nächsten Maronistand, um von dessen Knollen einige zu kaufen. Er wird sie uns anschliessend mit einem breiten Grinsen servieren, sagt meine beste Freundin nicht nur zu mir.

Für solche Stände ist jetzt die falsche Jahreszeit, kontert jemand aus der wachen, mitwirkenden Menge, welche das Lokal für neuen Taten und Drang bereit stellt. Eine ungeheure Schaffenskraft stellt alles auf den Kopf. Aus diesem Grund kann ich die eben wiedergegebene Bemerkung über die falsche Saison niemandem zuordnen. Ich unterlasse darum eine Verortung des Gesagten. Die Person, welche den Gedanken äusserte, kommt ungeschoren davon.

Damit beide Hände für die anstehenden Arbeiten frei stehen, hält niemand ein Glas in der Hand. Die Gläser stehen vielmehr in einer losen Formation, die vermutlich einer fein gegliederten, klar erkennbaren Ordnung entspricht, auf der Theke, den Tisch nicht behellend. Jeder von uns wird im geeigneten Augenblick genau wissen, wo sich sein Glas befindet und nach diesem greifen, ohne dass er dabei den Anderen in die Quere kommt, und auf die Neuordnung des Raumes anstossen.

Der Dicke hält beide Hände auf der Höhe der Hüfte, gestemmt in sein Fett.

Meine beste Freundin kann mir zurzeit nicht mit Rat und Tat beistehen. Sie wird sich vermutlich hinter der Theke versteckt halten. So jedenfalls kenne ich sie.

Ob sich wohl einige, um eine Zigarette zu rauchen, hinaus auf die Strasse begeben haben? Schwer zu sagen. Zwischen den Leuten, die vor der Vitrine herum stehen und unserem fröhlichen Treiben zusehen, mache ich niemanden aus, der zuvor in unserem Lokal weilte.

Fürwahr, viel Betrieb für einen derart kleinen Raum. Es lassen sich Überlegungen zur Ökonomie und Ergonomie des Arbeitens anstellen, wo wie viel und wann Raum einzusparen ist, damit jemand effizient in die Bereitstellung des Lokals hinein wirkt und nicht wegen ungenügender Leistungen vor die Tür gestellt wird. Keiner entkommt seinem Arbeitseinsatz, auch an diesem Abend nicht.

An einem derart festlichen Anlass, bei welchem alle Hand anlegen, damit das Treffen zu einem gelungenen Abschluss findet, ist es natürlich völlig abwegig, arbeitsästhetische Aspekte des gesellschaftlichen Miteinanders in den Vordergrund zu rücken. Über Kraftausdrücke gehe ich darum still hinweg.

Ich teile meine Wertungen niemandem mit, besonders auch weil meine beste Freundin noch immer nicht aufgetaucht ist. Irgendwo wird es eine Toilette geben. Den Weg dorthin werde ich heute Abend sicher auch noch finden.

Fortsetzung

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