sch-ach-zca-John

zca John

 

„Ein Durchstich für meinen kleinen Finger würde genügen.“

„Aber ohne Klappe. Die würde noch den kleinen Finger glatt von der Hand kappen und dieser würde uns als Fleischzulage zur Marone serviert.“

„Das Blut separat beigelegt als Blutwurst.“

„Jetzt werdet ihr aber zynisch.“

„Der Hunger kehrt den Magen um und wird zum grossen Inspirator“, kommt es wie von einem Chor.

„Ist der Hunger gross, isst sich jede Speise leicht. Der Magen öffnet sich, der Gaumen schliesst sich.“

„Stimmt, pflichte ich dir bei. Die Marone wird, vom Auge wie von einer Linse aufgenommen und vom Hunger übergross bewertet, den Geschmacksnerv tilgen und sich selber in ein geruchloses Objekt verwandeln und dann wie eine Olive schmecken, der jegliche Duftessenz abhanden gekommen ist.“

„Gründer, es ist langsam Zeit, dass wir auftischen. Die Leute haben einen mächtigen Hunger.“

„Herr Schuster, walten Sie Ihres Amtes!“, verkündet der Angesprochene in ausgesprochen erhabenem und lautem Ton, also pathetisch.

„Wenn Sie meinen. Geben Sie mir bitte einen Funk, sobald Sie soweit sind.“

Unser eifriger Herr Siezer lässt sogleich sämtliche Tätigkeiten ruhen. Den Eiskübel, an welchem er gerade hantiert, fällt schier nicht auf den Boden, aber auf die Theke. Flaschen und Gläser kommen nicht zu Schaden.

„Zuerst wird aufgeräumt“, fährt die Frau des Hauses dazwischen, wie der Herr ganz danach aussieht, als sei er auf dem Sprung, sofort zu schieben, einen Korken frech in eine Ecke des Schenktisches wirft und eine Hand, nachdem gewaschen und getrocknet am Handtuch, das neben dem Spülbecken hängt, ganz würdevoll zum Gruss hebt. Er nimmt die Hand schnell herunter.

„Ich hinterlasse selbstverständlich eine vorzügliche Vorzeigeordnung, bevor ich gehe. Wo kämen wir hin, wenn jeder nur das tun würde, was ihm nach Gutdünken passt? Ohne Ordnung keine Marone! Das wissen wir nur all zu gut.“

Der Herr hinter der Theke erhält Hilfe von der Frau des Hauses.

Während sie aufräumen und Platz auf dem Tresen frei machen, den Apéro wegräumen, fragt sich unsereins, die Runde an der Bar mit seiner lautstarken Kohorte in der Ecke des Raumes, Wilhelm mit seinen Leuten, sitzend, die sich kaum bewegt, was der Befehl „Herr Schuster, walten Sie Ihres Amtes!“ auslösen wird.

Nach wie vor wird viel geschwatzt. Ich frage mich natürlich, ob es absolut notwendig oder obsolet ist, alles wieder zu geben, was an Kommentaren auf den Aktionismus folgt, den Gründer mit seinem Befehl ausgelöst hat.

Fortsetzung

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