sch-ach-zbz-Saint

zbz Saint

 

Das Votum wird von den meisten mit grossem Applaus quittiert, der mit Lachern untermalt ist. Todernst bleibt lediglich Wilhelm. Die Kurzansprache hat ihn vermutlich nur als billig frankierte Post erreicht, spottet meine beste Freundin.

Doch der Dicke gibt nicht klein bei, sondern wirft lautstark und dröhnend ein – ich hoffe, dass es bei den verbalen Auseinandersetzungen zwischen den beiden Herren bleibt: „Ah, Herr Schuster, es käme einem Segen für die Wissenschaft gleich, wenn Sie hier eine neue Heimat finden würden. Und ich wäre Sie dann endlich los. Ich rate Ihnen nur eines: Geben Sie sich wenigstens heute Abend Mühe, so dass man Sie hier behält und das bis in alle Ewigkeit, damit ich Sie nie mehr sehen muss. Einen derart grossen Schaden, wie Sie ihn bei mir angerichtet haben, werden Sie bei den wenigen Instrumenten, die in diesem Raum zu bedienen sind, nie anrichten können. Dieses Lokal ist mit wissenschaftlicher Einfachheit gesegnet. Und das ist ein grosser Trost für das heranwachsende Unternehmen. Herr Schuster kann hier nur weniges verderben und ich kann hoffen, dass er euch allen lange erhalten bleibt, so dass er dieses Lokal nie mehr verlassen muss. Auch nicht, um sich nach Hause zu begeben.“

„Herr Schnepfensskorn, Sie wissen um meine Fähigkeiten.“

„Aber wir wollen diese heute Abend nicht kennen lernen, mein Liebster. Wir kennen dich und das genügt mir. Heute Abend darfst du nicht übertreiben, sondern musst ganz einfach sachlich bleiben, sonst muss ich dir in deinen Hintern kneifen und das hast du ja gar nicht gern. So ein Kneifer wird dich aber notfalls bei Verstand halten. Du musst unsere Gäste gewissenhaft betreuen. Die Gläser sind leer. Wo hast du deine Augen?“

„Sie – “

„Genau, siehst du dieses Glas. In diesem fehlt viel Flüssigkeit.“

Ein Tollhaus! Langsam muss ich mich fragen, wo meine beste Freundin und ich hinein geraten sind. Uns wird irgendetwas von einer Marone erzählt, hinter der Theke steht ein tollkühner Nichtstuer und wir stehen uns langsam und immer mehr gegenseitig auf die Füsse. Diese Ansicht vertreten auch meine beste Freundin und etliche Teilnehmer unserer Runde. Sogar unserem Philosophen hat es die Sprache verschlagen.

 

Die Organisation läuft an – mit einem Verlust

 

Die nächste Bemerkung, eine Frage, kommt von Kundigunde: „Gibt es diesem Lokal einen Durchgang zur Küche?“

„Eine Durchreiche?“

„Keine.“

„Würde genügen.“

„Noch zu gross.“

„Mausloch genügt.“

 

Fortsetzung

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