sch-ach-zbw-vielen

zbw vielen

 

Aber als eifrige Buchhalterin der Konversation fahre ich dennoch mit meiner Fleissarbeit fort.

Wegen der verbalen Auseinandersetzung mit meiner besten Freundin habe ich natürlich etliche Gesprächsbrocken verpasst, die an der Theke zwischen den Umstehenden wechselten. Wie soll ich das nur wett machen. Mir werden Zusammenhänge fehlen, um den ganzen Abend wirklich schlüssig protokollieren zu können. Leser, die das Protokoll vor sich haben werden, werden mir natürlich meine Unterlassungssünde vorhalten. Das kann ich aber nun nicht mehr ändern, den gesagt ist gesagt und vorbei, wenn man es nicht gehört hat.

Ich bemühe mich jetzt, sachlich und beflissen nieder zu schreiben, was mein geistiges Fassungsvermögen zu packen vermag und das Gedächtnis wieder frei gibt, und dies schriftlich so schnell aufzusetzen, so dass nichts durch Herumblödeln verloren geht.

Solche Überlegungen, wie ich sie eben wiedergegeben habe, sind auf jeden Fall hinderlich, was die Präzision des Erinnerungsvorgangs angeht. Sie dienen lediglich dazu, von der Sache abzulenken. Darum muss ich sie bleiben lassen. Das Beste wird sein: Nichts wie wieder hinein in den Smalltalk.

„Million ist eine Zahl und kein alternativer Ausdruck für Freiheit oder Freude.“

„Was uns jetzt bevor steht auch nicht. Die Marone, die man uns verspricht, verspricht uns nicht viel. Unser Fest wird auf ein Puppenspiel redimensioniert, in welchem wir als Schattengänger teilhaben können.“

„Natürlich, die Garküche des Puppenhauses befindet sich verborgen unter dem Bock, auf welchen wir uns stützen.“

„Insofern kann es sich hier nur zum Besseren verändern. Die Ansprüche sind nicht hoch gestellt. Wir warten nicht auf einen Rolls-Royce, sondern lediglich auf eine Marone, die von undefinierbarer Kleine ist.“

„Und diese müssen wir durch fünfzehn teilen. Der Anteil, den jeder zu erwarten hat, wird sich auf etwas sehr Minimes beschränken.“

„Wir sind wirklich ein sehr geringfügiges Element in diesem Betrieb. Man holt uns her, wird uns aber nicht gerecht.“

„Meine Damen und Herren, ihr alle!“ Der eine aus der organisierenden Dreibande ist aus der Runde um den Dicken heraus getreten. „Bittet die Marone bitte um keine Abbitte. Sie wird kommen und mit ihr noch vieles mehr. Alles hat seine Zeit. Ich bin hoch erfreut, dass ihr alle bereits einen ersten vollkommen positiven Eindruck von unserer Einrichtung gewonnen habt. Vegetarisch der Wein, ganz ohne Wurm geeicht, die Würmer im Wein garantieren, dass er biologisch gewachsen ist und vor Gesundheit nur so strotzt, einer Gesundheit, die er auf uns wohltuend überträgt! Hier hat Chemie keinen Platz und ebenso wenig Gentech. Der Wein passt ausgezeichnet durch den Flaschenhals, das macht ihn schlank und mundig. Misswüchse werden nicht geduldet, weder bei den Trauben, noch bei den Würmern.“

„Du bist total in Ordnung, Gründer, aber halt uns nicht zu sehr auf mit grossen Reden! Tisch uns die kleine Marone auf. Auf dem Tisch hat es viel Platz für viele kleine Maronen.“

Fortsetzung

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