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„Also bitte, Frau Wolgmut, Sie stellen da wirklich ungeheuerliche und äusserst unschickliche Fragen.“

„Keinesfalls. Uns Frauen interessiert, was beim Mann auf der Höhe des Nabels und darunter abgeht. Ein Bierbauch ist nun mal nicht das, was Frau sucht.“

„Darum, mein lieber Kurtli, du hast es gehört: Wir sind wirklich bei einer grundlegenden Frage der Menschheit angelangt, die sogar über der Bedeutung der Weinfarbe hinaus geht.“

„Bei vielen Männern bleibt das Denken auf der Höhe des Bauchnabels stecken und steigt nicht weiter hinauf. Das Hirn nimmt nicht zu, aber der Bauch.“

„Also meine Damen“ – jetzt Kaspar – „Man darf Weinbanken, die in Kellern lagern, und Samenbanken, welche in Eisfächern still gelegt sind, nicht durcheinander bringen. In den Kellern reift der Wein, in den Gefriertruhen hingegen ruht still und starr, was der Mann von sich für die Ewigkeit gegeben hat. Samensprossen und Weinsprossen stossen nicht in das gleiche Segment menschlicher Lust vor. Hier, heute Abend, halten wir es mit dem Wein. Das Ejakulationsdestillat soll, wenn der Mann sich zum Bock macht, anderswo den Neigungen des Menschen seinen Zoll zahlen und zu dessen Frohsinn beitragen. Heute sollen Reden, Reben und Wein reifen. Die Trauben, welche ihr Frauen so mögt, seien für den Moment in den Kleiderschrank gehängt und dort für die Dauer unseres heutigen Treffens verwahrt und eingesperrt.“

„Du hast es gehört, mein herzallerliebster Buchhalter, in den Hosen soll dein Gebimmel bleiben. Das für heute Abend. Und du wirst dich daran halten. Wenn du das nicht tust, dann verhältst du dich anstössig, lasterhaft und völlig liederlich und unpassend.“

„Meine Damen und Herren, Euer Thema ist wirklich zum Weinen“

„Das mit dem Weinen werde ich dir schon noch besorgen. Ich werde dir deine Reservoirs delikat ausdrücken, so dass es dir gefallen wird. Die Freude wird dir aus den Augen tropfen und die Erbinformationen werden nur so rausspritzen und das nicht nur im Doppel, wie es in deinem Gemächte hängt, sondern stehend wie bei einem aufrechter Mann, der zu dem steht, was er in seiner Hand hält, und freudig zum Du findet, wenn er sein Ich mit jemandem anderen teilt.“

„Also, das verstehe ich nicht.“

„Es braucht eine bestimmte Portion an Bereitschaft geistigen Teilens, damit bei einem Sie das Sie zu einem Du und das Du zu einem Wir wird. Das ist wirklich nicht kompliziert: Aus dem Sie mach ein Du. Vom Sie führt kein anderer Weg zum Wir. Du wirst das Sie teilen müssen zu einem beidseitigen Du und dieses dann wie deine Chromosome zu einem Wir vereinigen dürfen, das die Wörterbücher Liebe nennen.“

„Philosophischer kann man über das Dichten nicht reden, die Poesie, welche die Liebe zu ihrem bevorzugten Projektil erhebt.“

Fortsetzung

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