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So ergeht es auch mir.  Um diesen weg zu kriegen, müsste ich essen. Und dazu brauche ich Geld. Ich könnte heute Abend eine Geldsammelaktion lancieren. Das Geld würde dazu beitragen, dass mein Bauchumfang abnimmt, als Zeichen dafür, dass ich gut genährt bin. Ich könnte wieder mehr essen und so mehr Arbeiten, damit ich genug Geld habe, um mich dünn zu halten. Man wird aber hier nie zulassen, dass ich Geld sammle, um meine Arbeitsleistung zu fördern. Darum entspricht es meinem Los, dass ich arbeiten muss, wenig zwar, dies wegen meines Hungers, und darum nicht auf einen dünnen Zweig komme. Die Arbeit wirft, weil ich Hunger habe, schlechten Lohn ab. Wie soll ich, das frage ich euch, meine Damen, auf diese Weise zur idealen Linie finden, die den Lohn fördert? Auf jenen grünen Zweig, der wegen meines grossen Gewichts abbricht, wenn ich mich auf ihn setze? Wie Sie sehen, Frau Nadja, sind wir beide sehr breit und haben in dieser Runde grosses Gewicht. Sie kennen genau die gleichen Probleme, wenn Sie wie ich mit den Problemen des Alltags direkt konfrontiert werden, etwa wenn Sie an einer Wursthandlung oder einer Patisserie vorbei gehen. Sie werden ganz sicher ein Geheimrezept kennen und mir anvertrauen, das mich aus meiner misslichen Situation befreit und den Hunger vertreibt.“

Hier ist man nicht per Du. Die angesprochene Nadja antwortet:

„Wenn ich ein solches hätte, würde ich es Ihnen auf der Stelle liefern. Denn ich bin eine grosse Bewundererin Ihrer Leistungen. Denen sieht man gar nicht an, dass Sie derartig Hunger leiden. Ich würde alles hergeben, was Ihnen helfen kann, sogar mein Gewicht, wenn dieses dazu beiträgt, dass Sie weniger hungern müssen.“

„Oh, Sie sind ein Spassvogel! Wer kann mir bei meinem Gewicht noch helfen. Ich spreche ja nicht einmal von meiner wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Ausstrahlung, die dazu führte, dass ich hierher eingeladen wurde. Ich spreche von der Masse, die ich jeden Tag mit mir führe, die mich überall hin begleitet, wenn ich irgendwo hin gehe, und die den Anderen meist im Weg steht, wenn sie an mir vorbei kommen wollen. Ach, meine verehrte Dame, die Welt macht es uns Dicken nicht einfach. Und mit ganz besonders nicht, weil sich mit meiner Dicke jene geistige Grösse verbindet, die über alles und jeden hinweg strahlt. Auf diese Weise erhalte ich ein doppeltes Gewicht, was mich noch schwerer macht, als das, was man mir ansieht. Das macht mich zu einer schweren Last für viele, die darum meinen Hunger, meinen Wissensdrang nicht stillen wollen. Dabei will ich ja nichts Anderes als das Beste für alle Menschen. Meine werte Frau, ihnen diene ich zu, auch wenn die Dünnen mit ihrem eingeengten und einengenden Blick dies nicht wahrhaben wollen. Doch hier hat man sich meiner erbarmt und eingeladen und hoffentlich nicht auf Hunger gesetzt, auch wenn ich bereits Schlimmes gehört habe, das mir völlig quer gehen könnte. Es gibt Menschen, die klauen geistiges Eigentum. Ein solcher Fall liegt vermutlich auch hier vor. Der soll aber mit mir keinen Schabernack treiben. Ich werde ihm die Ohren lang ziehen.

Fortsetzung

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