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Sie kleben wie Kletten am Dicken. Er bietet schon eine Attraktion ab. Schon rein wegen des Fetts, das er mit sich herum trägt. Die drei Damen berechtigt es aber nicht dazu, den Weg zu ihm dicht zu machen. Einen Tritt in ihren Hintern, das würde den Weg frei machen, den ich gehen muss, um meiner Chronistinnenpflicht nachzukommen. Meine beste Freundin sagt mir mit leiser Stimme, ich solle mich beruhigen, und links und rechts schauen, wie das Lokal aufgemacht ist.

Ich stimme ihr zu. Die drei vom Organisationskomitee haben sich wirklich etliche Mühe gegeben. Ein paar saubere Stücke Möbel, die Stühle, im Moment stehen sie uns leicht im Weg. Niemand stört sich jedoch daran. Niemand will sitzen. Sobald wir uns setzen, werden uns die Stühle nicht mehr behindern. Eine dumme Weisheit, quittiert meine beste Freundin mein Votum.

Der Tisch weist eine grosse Fläche auf. Auf ihm steht im Augenblick nichts anderes als dieser wunderliche Gemüsestrauss. Wir beide wissen gar nicht, ob man sich von diesem Sellerie oder den Karotten etwas abbrechen darf, um zu essen. Meine Freundin ist der Ansicht, dass es sich bei dieser Inszenierung nicht um einen Teil des Aperitifs handelt, sondern um Schmuck. Meine beste Freundin sagt, ich solle meine Finger von diesem Stück lassen.

Auf dem Tisch steht noch ein Glas, das der Begleiterin des Begleiters des Dicken gehört. Jedenfalls, und das liest man auch in der Presse, gehören die beiden irgendwie zusammen. Die Begleiterin lacht und findet es toll, was die Frau hinter der Bar eben gesagt hat.

Ich kann die Bemerkung nicht protokollieren, weil ich sie nicht gehört habe.

Die beiden Frauen direkt vor uns haben ihren Hintern ein wenig bewegt. Das schafft Raum. Wir beide drängen vor und das muss sein, denn ich habe meine Pflicht als Chronistin zu erfüllen. Nadja die Dicke, sagt etwas von Essen. Es ist nicht zum Hinhören, wie sie spricht. Mich erstaunt es gar nicht, dass sie Essen als Thema ausgewählt hat, so feist wie sie ist.

Anscheinend reden die beiden schon die ganze Zeit über von Essen. Denn, wie ich mit lexikalischer Genauigkeit festhalte, verkündet nun der Dicke: „Ich habe Hunger, weil ich zu wenig verdiene. Und weil ich zu wenig verdiene, kann ich mir nicht genug zu essen kaufen. So habe ich Hunger auch während der Arbeit. Und weil ich Hunger habe, kann ich nicht richtig arbeiten und genug arbeiten, um so mehr zu verdienen und mehr Nahrung zu kaufen, damit ich nicht mehr Hunger leide. Hungernde Menschen leiden wegen der schlechten Versorgung mit allem, was das Fleisch so nötig hat, um sich zu erhalten, unter einem schlechten Stoffwechsel und das führt zu einem dicken Bauch. So ergeht es auch mir.

Fortsetzung

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