sch-ach-zaj-Kaufs

zaj Kaufs

 

Man zählte die Stühle, die man im Raum ausmachte, und zog von dieser Zahl die Anzahl jener, die sich drinnen befanden, ab. Es blieben fünf Plätze frei. Rechnete man die Gesamtzahl der Gäste und Belegschaft hoch, so musste, buchhalterisch gedacht, auf der Seite des „Soll“ bei den Frauen eine Fünf eingetragen werden. Denn die vorhandene Abendgesellschaft wartete in der Rubrik „Tischgemeinschaft“ auf der „Haben“-Seite mit acht Männern auf, denen zwei Frauen gegenüber standen. Solches konnten die Organisatoren des Anlasses ihren männlichen Gästen nicht antun! Diese Auffassung wurde draussen einhellig vertreten. Das Ungleichgewicht durfte nicht noch überboten werden. Zwei auf acht! Und sollten noch fünf Frauen eintreffen, so blieben die Männer doch in der Überzahl. Schlecht gerechnet, sagte sich mancher.

Das Geraune und Gemauze vor das Lokal setzte auf einmal aus. Denn heraus trat einer von den Dreien, die das Lokal führten, gefolgt von einer der beiden Frauen. Es handelte sich um jene Dame, die in der Stadt als Hauptverantwortliche für das Gelingen dieses Anlasses gehandelt wurde. Ihr folgte vom Organisationskomitee auch der zweite Herr.

 

Die Auslese

 

Der Mann, von seiner Dame und dem zweiten Herren sekundiert, wandte sich an die Wartenden sowie an die grosse Zahl der Neugierigen:

„Wasser, Wein und Frucht, meine Damen und Herren, Wasser, Wein und Frucht hat heute Abend die grosse Ehre, seine Räumlichkeit offiziell zu eröffnen. Ab morgen wird Wasser, Wein und Frucht der Öffentlichkeit, euch, uneingeschränkt zur Verfügung stehen. Dieser Öffentlichkeit, euch allen, wollen wir, Arigia Wolgmut, Kurt Schuster und meine Wenigkeit, schon heute die Ehre erweisen. Für den Eröffnungsanlass haben wir die Förderer dieser Lokalität eingeladen. Das gehört sich so und sei uns darum unbenommen. Meine Damen und Herren, Förderern und Gönnern muss man immer einen Schritt entgegen gehen. Denn ohne diese würden auch Sie nicht vor mir stehen und mir zuhören. Sie alle profitieren letztlich vom Grossmut, der uns entgegen gebracht wurde. Von der Hilfe, die uns zuteil wurde. Vom Einsatz all jener, die sich auf unsere Seite geschlagen und uns in ihr Herz geschlossen haben, wie auch wir euch alle in unser Herz schliessen. Ja, so ist das. Ich bin von eurer Anwesenheit überwältigt. Ja, was soll ich euch noch sagen? Was wollte ich noch sagen? Herr Schuster, was muss ich den Leuten nebst den Grüssen nur schon wieder Kluges ausrichten?“

Fortsetzung

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