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yu Denken

 

Mist und Gemüse befanden sich in einem ewigen Kreislauf von Wachstum und Verwesung. Gründer Schnaptepürä und die Fliege trafen sich im Gesetz der Natur, in der Ordnung der Dinge, die das Leben weiter währen lässt. Die Welt mundete Gründer Schnaptepürä.

Schon allein der Gedanke, dass er der Marone die Show stahl, liess im das Wasser nach dieser Marone im Mund zusammen laufen. So sehr, dass er mit der Zunge von der Unterlippe einen Tropfen Speichel wegwischen musste.

Nach Schreiben war ihm auf einmal nicht mehr zumute. Den Roman legte er vorerst wieder einmal aufs Eis, desgleichen alle Überlegungen zu den Friedhöfen. Das Gemüse, vielmehr dessen Frische, hatte ihn auf neue Gedanken gebracht.

Praktisch eingestellt, wie Gründer Schnaptepürä durchs Leben ging, beschloss er umgehend einem dringenden Bedürfnis nach zu geben: Er musste unter die Leute. Er wollte wieder einmal über die Marone fachsimpeln. Von seinem neuen Drink wusste noch niemand. Den galt es im Milieu noch einzuführen. Marone und Drink hatten aber eines gemeinsam: Über beiden lag der Makel des Geheimnisses, den weg zu wischen, Gründer Schnaptepürä grosse Lust empfand. Er durfte über beides reden, doch vom Makel musste er die Finger lassen. Der Makel gebärdete sich wie ein Kunstwerk, das niemand anzugreifen getraut. Der Makel bildete das Unaussprechbare, das „Wasser, Wein und Frucht“ ein gewisses Etwas verpasste, so dass die neue Einrichtung im Munde aller war.

Gründer Schnaptepürä genoss bei sich zu Hause die Schonfrist des gejagten Tieres, das sich für den Moment in einem sicheren Unterschlupf weiss, bevor die Jagdhörner wieder ertönen. Solange niemand etwas Präzises über die als Bar gehaltene Gaststätte wusste, wirkte das Nicht-Gesagte als Geheimnis stimulierend. Gründer Schnaptepürä konnte sich unter dem Schutzmantel der Narrenfreiheit frei bewegen und all das äussern, was nicht zur Klärung des tollen Mysteriums beitrug, und auf diese Weise den Wundernasen eine lange Nase drehen.

Seinem eigenen Martyrium hatte er erfolgreich eine glückliche Wendung verpasst, indem er der Maroni sein neu entwickeltes Getränk entgegen hielt. Damit konnte er in seiner mittelbaren Umgebung auftrumpfen und die allgemeine Aufmerksamkeit weg von der vermaledeiten Baumfrucht lenken. Zu viel durfte er natürlich von seinem mit nur wagen Worten beschriebenen Sud nicht preisgeben. Sonst geriet der neue, in der allmächtigen Klatschszene noch ungerührte Trank in die Spotttrommel.

Mit solchen unfairen Reaktionen musste Gründer Schnaptepürä in seinen angestammten Kreisen, die er regelmässig aufsuchte, immer rechnen. Die überaus neugierigen Leute, welche diesem erlauchten, so jedenfalls die Ansicht Gründer Schnaptepüräs, Zirkel um die verstorbene Glyzinie SeEigel angehörten, erwiesen sich in der Regel als unberechenbar und erbarmungslos. In ihrer fast natürlichen Boshaftigkeit hatten sie schon etliche von Gründer Schnaptpürä kreierte Friedhöfe zu Grabe tragen wollen.

Fortsetzung

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