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Das Bett brachte Gründer Schnaptepürä einer Linderung seiner Schwierigkeiten um keinen Schritt näher, wie er sich auch hier und her drehte. Fünfundzwanzig Gramm Maroni waren bestellt. Der Magen des Leidenden drehte sich erneut.

Gründer Schnaptepürä versuchte die ungeheuerliche Marone weg zu denken. Was nicht gelang. Er blieb aber tapfer auf dem Rücken liegen und gab dem Würgen in den Eingeweiden nicht nach, bewahrte Fassung und Mageninhalt. Denn, sagte sich Gründer Schnaptepürä: Wenn eine Marone sich im Teller nicht überlebt, so doch der Esser. Altkluge Weisheit. Diese von philosophischem Tiefsinn geprägte Eingebung führte augenblicklich zu einer deutlichen Besserung in das von quälenden Vorstellungen heimgesuchte Denken des Mannes.

Gründer Schnaptepürä atmete mehrmals tief durch und wunderte sich dann, dass die Marone, noch ungegessen, eine derartige Auswirkung auf ihn hatte; atmete durch und sog neue Kraft in seine Lungen und damit in den Körper, so dass die Marone nicht ihr letztes Urteil über ihn sprechen konnte.

Gründer Schnaptepürä verschrieb sich in Gedanken eine neue Medizin: Rohkost vom Feinsten und in kleinen Portionen. Dünn geschnitten, in zarten Streifen und Scheiben; zubereitet als frisches Gegenmittel zur vorgesehenen Abkocherei; Gemüse in den buntesten Farben, Formen und Variationen; unverkocht, unverdorben durch siedendes Wasser oder der Beilage von irgendwelchen Saucen oder querverarbeitetem Fleisch wie Blutwurst oder Fleischkäse.

Er stand eilends auf und begab sich baren Fusses in die Küche, wo er im Kühlschrank nach den notwendigen, vielmehr im vorhandenen Angebot nach den passenden Ingredienzien suchte, um eine heilende Mixtur für seinen Magen zuzubereiten.

Mit jedem Schnitt in eine Karotte, Sellerie und Zwiebel wuchs Gründer Schnaptepüräs Zuversicht. Er legte eine fein gegliederte Scheibe Blumenkohl hinzu und garnierte die ganze Anrichte mit einem Kränzchen Petersilie, welche er auch vorrätig hatte.

Fortsetzung

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