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yl knallhart

 

Er staunte über sich selber und seinen Erfolg. Die Friedhöfe trugen ihn weit und auch die Literaturverbesserung, die er betrieb. Gründer Schnaptepürä reckte beide Beine in die Höhe und fühlte sich glücklich, dachte im gleichen Atemzug an das, was ihm bevorstand – und die Beine fielen wieder hinunter.

Gründer Schnaptepürä nahm sich fest vor, im Lokal eine Blume aufzustellen und zwar nicht in einem mit Champagner gefüllten Kelch, der die Blume zu Taumel und Fall brachte. Die Blume sollte die Frauen beglücken, die vorgesehenen Drinks die Männer. Der Erfolg von „Wasser, Wein und Frucht“ lag in der Zuversicht der Frauen und ihrer Kraft, Menschen zueinander zu führen. Kamen die Frauen, kamen auch die Männer. Stahlen sich die Frauen davon, blieben dem Lokal von seinem Namen nur noch das Wasser und der Wein. Daraus erwuchs den Männern nur Trauer und Trunk. Furcht würde den Frauen daraufhin der Besuch des Lokals nur bedeuten. Das ging natürlich nicht. Denn die Angst taugt nur als schlechte Werberin. Das Tafelgericht, das das aufgetischt werden sollte, ein Ausbund an Kalorien, barg schon genug Gefahren und konnte es durchaus mit den Frauen verderben.

Jetzt, da er seine Bettstatt mit niemandem teilte und nach dem unverzeihlichen Weggang von Glyzinie, auch wenn sie ihm zu Lebzeiten das Leben zuweilen sehr schwer gemacht hatte, sehnte er sich nach neuer Gesellschaft, neuen Ideen. Und die kamen ganz sicher nicht von whiskygeladenen, geistig schlummernden Biertischleichen oder vollgefressenen Maronenvertilgern.

Gründer Schnaptepürä verspürte Lust auf feine Kost, die gut gewürzt durch Küsse über den Gaumen den Weg in den Verstand fand und diesen behaglich kitzelte.

Mit einem grossen Hunger im Magen drehte sich Gründer Schnaptepürä auf den Bauch. Er wollte diesen Hunger nicht stillen, weil sonst die Vorstellungen der erlesenen Speisen, welche über die Lippen stiegen und man im „Wasser, Wein und Furcht“ nicht servieren konnte, vor seinem geistigen Auge erloschen wären.

Gut, einverstanden, die Drei hatten sich darauf geeinigt, dass man um der Küche willen wirklich keinen grossen Aufwand betreiben wollte. Die Beiden, er selber und Arigia Wolgmut, folgten darum dem Vorschlag Kurt Schusters und stimmten diesem wirklich sehr speziellen und eigenwilligen Menü zu, das nur auf Bestellung zubereitet werden sollte.

Fortsetzung

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