sch-ach-ye-Ichsucht

ye Ichsucht

 

Die Neugier bildet den gefährlichsten Nebenbuhler des Hungers. Sie führt dazu, dass unter Umständen etwas in den Magen gerät, besonders wenn es in fremden Ländern genossen wird, das sich selber abführt. Die anstehende Marone aber, jeder wusste es, kam aus dem Stammland. Darum brauchte man bezüglich dieser Speise ohne Sorge zu sein, auch wenn sie als unbestimmbares Hirngespinst zahlreiche, zum Teil mit übertriebenen Meinungen und groben Einschätzungen geführte Gespräche als Endlosgirlande umrankte.

Das „sich selber abführen“ als physischer Vorgang warf natürlich die munteren Gespräche neu an. Hautnah fast, so stark rückten die unermüdlich Redenden zusammen, wurde besprochen, wie sich dieser noch schemenhafte Körper „Marone“ auf den eigentlichen Körper, der diese „Marone“ zu verdauen hatte, auswirkte. Es entpuppte sich nämlich als das Allerschlimmste, wenn diese „Marone“, schlecht verdaut, als heftig nach Aussen drängende Belastung des Darms nur unter grösster Anstrengung, unter Aufwendung aller Kräfte und mit Einsatz der rigoros eingesetzten Selbstbeherrschung zurück gehalten werden konnte, nachdem sie verzehrt worden war, bis sie dann am stillen Örtchen nach Passage des Verdauungstrakts auf den Weg der Abwasserkanäle in die Stadt geschickt werden konnte.

Arigia Wolgmut fand diese poetische Abhandlung nicht appetitlich, liess sich aber gleichzeitig nicht dazu verleiten, näheres über diese geheimnisumwobene „Marone“ zu verbreiten. Die beiden Herren blickten daraufhin recht verdriesslich in ihre Umgebung, als sie ihren Versuch gescheitert sahen, das Geheimnis der „Marone“ zu lüften. Die beiden sahen aus, als sei ihnen an dem Tag irgendetwas schief abgegangen. Arigia Wolgmut meinte keck und kurz angebunden, sie könnten mal in ihrem Lokal vorbeikommen und von der Marone kosten. Das Lokal sei eine Verbindung von Witz, Buchhaltung und ihrer selbst.

Fortsetzung

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