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Es ging dabei um die artgerechte Haltung von Lebensraum für allerlei Getier, angefangen beim Schutz der Made: „Getier, das tönt abwertend. Jeder Tier hat ein Recht auf ein artgerechtes Dasein. Das gehört zum Naturrecht. Der Stärkere frisst den Schwächeren. Dazu gehört auch, dass ein Tier vom Menschen gefressen werden kann. Ich lasse mir keine Kotelette verbieten. Im der Not ess ich auch Fleisch. Wer diese Überzeugung nicht lebt, aus der Not nicht seine Lehren zieht, ist ein schlechter Vegetarier und all der Worte, die er zu seiner Verteidigung anführt, nicht wert. Er soll nicht mit Worten, sondern mit seinen Fähigkeiten überzeugen, das einzuhalten, was er predigt, nämlich Fleisch essen“, verkündete Wladimir.

Der Andere pflichtete seinem Compagnon nur im Punkt der „Überzeugung“ bei und trat dabei einem anderen, der ihm aus welchem Grund auch immer zu nahe getreten war, sei es etwa, um ihm über den ausgestellten Po zu fahren, auf einen Fuss, sodass der fremde Fuss überraschend schnell zurück trat und auf sichere Distanz ging. Vermutlich hatten die Strümpfe eine allzu anziehende Kraft auf einen Herrn ausgeübt, der nicht auf Frauen stand.

Denn aus jeder Raupe, deren Lebensraum aus dem Blumenkohl bestand, wurde ein Falter, ein Schmetterling. Der Vegetarier, der sich mit seinem beispiellos eigennützigen Vorgehen der Zerstörung des Gemüses verschrieben habe, sehe in der Tierwelt nur die Schattenseite der Nacht, fuhr Wladimir fort. Jener sehe die Welt nur in Schwarz und Weiss, nur in Gut und Böse, habe darum keinen Sinn für die Nuancen, etwa für ein Cordon Bleu, der Verschmelzung von gehaltvollem Fleisch und saftiger Käseeinlage.

Dessen Welt bestehe aus einer engen Weltsicht, wie dies bei ultrareligiösen Menschen welcher Richtung auch immer und sogar ohne Schleier zu beobachten sei und die dem Extremismus huldigten, statt aus den Schattierungen, welche die Welt biete, die Schönheiten heraus zu lesen und mit den Farben Aug in Aug zu stehen.

Von verschiedener Seite wurde beigepflichtet sowie eine neue Tournee bestellt. Die beiden Redner, die in Strümpfen steckten, beherrschten als Alleinunterhalter im Augenblick die Szene. Vom Thema des Gemüseverbots, für welches Wladimir und Vladidir wenn auch aus verschiedenen Warten warben, war es nicht weit bis zum Rauchverbot. Etwelche Personen verliessen in mehr oder weniger regelmässigen Abständen und mit innerer Verachtung das Lokal, um draussen vor der Tür eine Zigarette anzuzünden.

Fortsetzung

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