sch-ach-xw-Fairness

xw Fairness

 

In einer Ecke umschlängelte Arigia Wolgmut gelassen einen Verehrer und verhinderte gleichzeitig geschickt, dass dieser sich auf den Sitz setze, auf dem sie sass. Sie sitze nämlich gut und jener auch, brauche also nicht, sich auf ihren Sitz zu setzen, denn ihr Sitz, auf dem sie alleine sitze, versetze sie in eine bestimmte Sicherheit, den der Sitz nicht hätte, sässe der vertrauenserweckende Herr, ein vertrauenswürdiger Familienvater ihr bei.

Natürlich versetzte dieses „bei“ die Beiden in eine äusserst humorige Laune, denn er, sie nicht, dachte laut an Beischlaf. Sie hatte für den restlichen Abend andere Pläne.

Arigia Wolgmut amüsierte sich köstlich. Das Lokal war voll von Männern, welche sich zu billigem Reden hinreissen liessen, kitzelte man sie nur leicht am Kinn. Sie reagierten dann, als würden sie am Bauch gepinselt, unweit der Stelle, wo der Mann den Pinsel trägt. Arigia Wolgmuts Gesprächspartner lachte hell auf und versetzte, da wird der Mann sehr schnell schwach und leutselig sein Reden. Arigia Wolgmut nahm diese nicht ernst.

Aus einer Laune heraus liess sie den verbal auf den Bauch Gepinselten fallen und wandte sich zwei Gestalten zu, die sich einem für diesen Abend völlig überflüssigen Thema zugewandt hatten.

Bei diesen tönte es wie folgt: „Was heute in der Musikwelt produziert wird, passt auf keine Harddisk. Da kommt so viel. Es sprengt jede Terabite.“

„Du stehst völlig richtig. Das kann man nicht alles kaufen. Man würde arm, wenn man alles kaufen würde, was einem alles gefällt.

„Und es lohnt sich auch nicht zu kaufen. Denn man hat es bald gehört und legt es dann zur Seite Darunter ist so viel Ramsch. Für so etwas zahlen? Nein. Da hört man sich ja nur kaputt und arm. Das Downloaden macht es einem viel leichter, wenn man etwas löschen will, das total öde ist. Wenn man dafür bezahlt hätte, dann könnte mich das Geld reuen und ich hätte Gewissensbisse.

„Stimmt, da holen wir uns lieber Gibi und Yobi runter, was uns gefallen könnte.“

„Ich habe dir schon immer gesagt, du denkst viel zu binär.“

Zu dem Thema hatte Arigia Wolgmut keine Meinung und zog darum weiter. Sie erreichte die Ecke, wo die beiden Wlads sassen und sich wortreich darüber stritten, was es mit dieser Marone auf sich habe.

Das Menü, welches herum geboten wurde und von dem niemand etwas Rechtes wusste, niemand eigentlich wusste, was es genau enthielt, vielleicht auch Fleisch, dem Gerücht nach ja, wurde aus vegetarisch-gesundheitlicher Sicht als „absolut schauderhaft“ eingestuft. Wladimir wäfelte, ein Tier zu töten, nur damit man es essen kann, sei verwerflich. Vladidir konterte, er werde niemals Blumenkohl und Broccoli zu sich nehmen.

Spötter am Stehtisch monierten darauf hin, beides sei zu sehr Gebüsch und man wisse darum nicht, was sich darin verberge, etwa ein Liebespaar, dem man also wirklich kein Leid antun wolle, indem man in solches Gemüse hinein biss.

Fortsetzung

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