sch-ach-xs-Loch

 

xs Loch

 

Seit sich Arigia Wolgmut ins Geschäftsleben gestürzt hatte, begegneten ihr die Männer – und auch die Frauen – ganz anders als üblich, obwohl beide Geschlechter etwas Mühe damit bekundeten, sie als Geschäftsfrau einzuordnen. Sie musste vermutlich erst ihre Sporen abverdienen und positive Resultate vorzeigen.

Doch das Leben ist immer für Überraschungen gut. Arigia Wolgmut schlug wieder einmal zu. Wen wunderte es? Wie immer aufgedreht und frech in ihren Entscheiden. Dort eingehakt, wo es keiner erwartete; mit grosser Leichtigkeit, wie in den Arm eines Mannes, dem sie sich wohlgesonnen zeigte. Dem Mann mit den zwei Töchtern wurde es flau im Magen, weil er die Frau, die er nicht zum ersten Mal traf, in einem ganz neuen Licht sah.

Das verwirrte und verunsicherte ihn leicht. Er erzitterte kurz, als er sein Glas in die Hand nahm und zum Mund führte. An dem Abend ging der Mann frühzeitig zu seiner Familie zurück.

Das Lokal, in welchem Arigia Wolgmut regelmässig begleitet und auch unbegleitet erschien, verfügte über eine neue Attraktion, nachdem die fesche Dame über ihre neuen Unternehmungen gesprochen hatte.

Die Tür gab man sich in die Hand und Arigia Wolgmut – wie eine gute Politikerin – jedem die Hand, der es wünschte. Keinem der künftigen Kunden wollte die Dame, ganz Geschäftsfrau, kesch und keusch in Einem, die Vorfreude auf den Besuch im entstehenden Geschäft vergällen.

Das Lokal, fremd allen zuallererst, die hier das erste Mal auftauchten, vertraut aber all jenen, die es nach dem längeren Aufenthalt wieder verliessen und neu zur Stammkundschaft gehörten, füllte sich zusehends. Weniger gingen als kamen.

Mit ziemlicher Stärke hämmerte Musik aus den Lautsprechern nieder auf die Leute, die sich wegen des Gedröhns ziemlich laut miteinander unterhielten. Der Stimmung vor Ort tat der Sound keinen Abbruch, auch wenn zwei sich mit deutlich hochgedrehter Stimme überlaut über die wirklich wenig diskret eingesetzte Musik auseinander setzen und ihre Meinung nach allen Seiten Kund taten.

Die halbe Umgebung bekam das echauffierte Gespräch darüber mit, was in dieser Bar tunlichst zu unterlassen sei und was sich durchaus gehabte. Ungefähr in diesen Worten äusserten sich die sittsam Streitenden. Die beiden Helden der Nacht stimmten darüber ein, dass sie all die schönen Frauen angucken durften, aber nicht anrühren. Das verbat ihnen der Ehering, vor allem aber die Dame, die den Zwilling des Ringes am Finger trug.

Fortsetzung

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