sch-ach-xe-als

xe als

 

Die Vorbereitungsarbeiten für das angeordnete Experiment mangelten nach Ansicht des Chefs an jeglicher wissenschaftlicher Sorgfalt. Der Gehilfe liess sich trotz der notwendigen Einwände und Ermahnungen des Vorgesetzten in seinem „vorsätzlich unangebrachten Handeln bei zusätzlich wissenschaftlich mangelhaftem Einsatz“ nicht beirren. Er hielt vielmehr an dem seit dem Morgen eingeschlagenen Weg „stümperhaften Dahintrottelns“ fest. Der Gehilfe erwies sich an dem Tag wie an so manchem anderen als völlig „beratungsresistent“. Kein Grund also, dass sich Wilhelm Schnepfensskorn beruhigte.

Das sichtbar fahrlässige Handeln des arbeitsscheuen Untergeordneten beschäftigte den Übergeordneten. Der Ordnung im Geschäfte räumte das schwergewichtige Haupt des renommierten Forschungsinstituts oberste Priorität ein. Wie wäre es gewesen, wenn der Chef nach einer Pipette griff und statt ihrer habhaft zu werden, sich die Nadelspitze einer Spritze in einer Fingerbeere bohrte, nur weil die verschiedenen Werkzeuge nicht an der für sie vorgesehenen Stelle befanden? Wenn schon die Pipette nicht an ihrem Platz lag, dann konnte der Chef im Haus davon ausgehen, dass sich auch das Desinfektionsmittel irgendwo auf Irrwegen befand und zur dringenden Reinigung der eben geschlagenen Wunde nicht eingesetzt werden konnte. Kein Verlass auf den Herren.

Darum, der absoluten Ordnung musste grösste Aufmerksamkeit beigemessen werden. Die stete Aufrechterhaltung einer pingelig eingehaltenen Ordnung hatte überhaupt nichts mit der Laune des Hausherrn zu tun. Ordnung ist nie launenhaft. Vielmehr liess folgende Bemerkung des Hausmeisters auf seltsame Zusammenhänge schliessen: „Ich habe gehört, dass Sie sich an einer Geschäftsgründung beteiligen.“

Der Ton, in welchem diese Bemerkung vorgetragen wurde, liess Kurt Schuster nichts Gutes erahnen. Er gramuschelte weiter an seinen Instrumenten herum, welche er für das anberaumte Experiment bereit stellen musste. Dieses wartete noch immer darauf, endlich begonnen zu werden. Kurt Schuster wandte seine ganze Aufmerksamkeit auf das Instrument, das er in den Händen hielt und wirklich in einem tadellosen Zustand in das Experiment einbauen wollte.

Fortsetzung

Advertisements

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Sch_ach

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s