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„So, meine beiden Ritter, was nun? Hier sieht es schon etwas menschlicher aus.“

Kurt Schuster räusperte sich und meinte schliesslich nach einem tiefen Atemzug: „Eine Entwicklung ist auszumachen. Der Schrank ist hin und somit auch eine Investition. Unser Schrank hätte alles aufnehmen sollen, was unser Geschäft erbracht hätte. Der Schrank ist dahin. Uns wird also nichts anderes möglich sein, als nicht nach neuen Schränken zu suchen, sondern etwas anderes aufzubauen als das, was wir vorhatten.“

Gründer Schnaptepürä hängte sich ein: „Eine genaue Vorstellung von dem, was wir wollen, ausser dem zertrümmerten Schrank, haben wir nicht. Im Schrank hatten unsere früheren Vorstellungen, von dem, was wir wollten, Platz genommen. Nun liegt der Schrank als ein vollendeter Friedhof darnieder. Wir stellen für ihn eine Kreuz auf und vergessen die Vergangenheit und sagen: Der Schrank ist hin. Uns öffnen sich neue Horizonte. Doch wo blicken wir hin? In die Ferne? Nein! Wir, Sie, Herr Schuster, und ich blicken in die Realität. Sie ist unser Feld, das wir erfolgreich beackern und aus welchem wir unseren Erfolg ziehen.“

„Herr Schnaptepürä, das ist genau die Seite, die ich an Ihnen liebe. Der Erfolg gibt uns recht.“

Da fuhr die Frau dazwischen: „Euer Schrank spricht Bände. Euer Erfolg, das bin nun mal ich, schon rein, weil ich hier herein gekommen bin, in diese absolute verlorene Männerdomäne. Euch auf die Beine zu stellen, das ist nur das Eine. Das Andere ist, euch kräftig in den Hintern zu treten. Ausser einem kaputten Schrank, der nicht einmal auf seinen Beinen stehen konnte, habt ihr nichts auf die Beine gestellt. Eine gute Tracht Prügel, das ist es, was ihr verdient. An einem solchen Ort ein Geschäft auf die Beine zu stellen und dabei nichts anderes, als einen Trümmerhaufen zu hinterlassen! So etwas muss man erst einmal fertig bringen. Das verschlägt einem die Sprache. Ihr beide gehört nichts anderes als vor die Tür gestellt. Und der Schrank euch gleichzeitig nachgeworfen. Wenn man euch so ansieht, hat man unweigerlich das Gefühl, als hätten ihr nichts zwischen den Schenkeln.“

Kurt Schuster fuhr auf: „Frau, Frau, wie heissen Sie schon, nichts zwischen den Beinen. Das ist ungeheuerlich. Sie, Frau, kann man nicht aussprechen, weil ich Ihren Namen nicht kenne!“

Fortsetzung

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