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„Ihr verkauft Wasser? Ihr könntet doch Wasserfälle, beleuchtete Wasserfälle mit echtem Wasser verkaufen. Das wäre herzallerliebst.“

„Wir kämen noch so weit: Wasser, das davon fliesst!“

„Arigia, uns fliesst schon das Geld davon. Wir brauchen kein Wasser. Das Geld fliesst bei uns von selbst in die falsche Richtung, nämlich abwärts, so wie es die Schwerkraft will. Wir kleben am Boden fest“, bemerkte Gründer Schnaptepürä.

„Da hast du ganz sicher recht. Mit einem derartigen Trümmerhaufen lässt sich kein Geld verdienen. Und euer Schrank sieht mir ganz danach aus, als falle er in sich zusammen, sobald ich ihn anrühre. Und ich erkennen in aller Deutlichkeit, wie dies nur eine Frau sehen kann: Ihr wisst gar nicht, was ihr verkaufen wollt.“

„Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen.“

„Das ist eines unserer Probleme.“

„Da muss eine Frau her. Die weiss, womit Geld zu verdienen ist, nämlich mit Männern, die nicht wissen, was sie wollen. Zuerst muss hier einmal ausgemistet werden.“

„Sachte, sachte, liebe Frau, ich als Geschäftsteilhaber habe auch noch ein Wort zu sagen.“

„Herzallersüssester –“

„Ich bin nicht Ihr Herzallersüssester, sondern Geschäftsteilinhaber mit Unterschriftsberechtigung.“

„Gut, meinetwegen, mein unterschriftsberechtigter herzallersüssester Geschäftseilinhaber.“

„Nichts! Meinetwegen.“

„Beruhige dich, entspanne dich, ich werde dir einen Kuss geben.“

„Einen Kuss! Wir sind hier nicht in einem Bordell.“

„Ein Bordell, das wäre eine gute Sache“, nahm Gründer Schnaptepürä den Ball augenblicklich auf.

„Ein Bordell? So war es nicht abgemacht.“

„Würde aber Geld bringen.“

„Wir wollen auf seriöse Art Geld verdienen“, erklärte nun, selber dazwischen fahrend, Kurt Schuster mit Bestimmtheit.

„Warst du schon einmal in einem Bordell, mein Lieber“, fragte die Frau, indem sie sich Kurt Schuster näherte. Dieser wich zurück, leicht stolpernd wegen der zahlreich herum liegenden Bretter, Tablare, Zwischenwänden und Seitenwänden, welche die Theke formten, sofern sie zusammen gesetzt wurde.

„Das geht Sie nichts an“, antwortete der Gefragte, sich auf einem wackelnden Brett in der Schwebe haltend, sich wieder auffangend, so dass er nicht stürzte, eine Hand aber bei dem ganzen leeren Herumrühren in der Luft in den Schrank knallte. Dieser geriet wegen fehlender Verstrebung aus dem Lot und krachte, sich in seine Einzelteile auflösend, zu Boden an der statt Kurt Schusters. Dieser schaute sich das Resultat an und meinte: „Da haben wir die Bescherung. Auch der Schrank ist nun kaputt. Schöne Zukunft. Alles ist am Boden.“

Fortsetzung

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