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Der Ort schien gut gewählt. Daran liess sich nicht zweifeln. Viel Volk schritt vorbei. Man schaute zum Teil neugierig in das Lokal hinein, wo die zwei Männer zwischen Brettern, Stangen und Abfallmaterial verharrten. Die Bretter, die die Welt bedeuten, wenigstens in diesem kleinen Lokal, boten ein desolates Bild, so dass jeder, der hinein schaute, sich nach einem kurzen Blick in das Interieur sehr schnell abwandte und weiter ging.

Von Ordnung, welcher auch immer, fand sich keine Spur. Die beiden Herren wirkten vielmehr, als würden sie etwas zusammen basteln, das nicht zusammen passte, und sich von einer Gedankenwelt führen lassen, der jeglicher roter Faden, jegliche Geschichte, die sich abspult, jegliche glückliche Hand und somit Fügung mangelte.

Was sich da als Gemälde präsentierte, ähnelte dem Resultat eines schweren Schicksalsschlags. Weitab davon, den beiden Herren Rettung zu bringen, defilierte das Publikum unbekümmert an der Scheibe vorbei und die Eingangstür zum Lokal blieb geschlossen.

Der Gewinn, den das Unternehmen einbringen sollte, verpuffte, ökonomisch gesehen, mit jeder Minute, die verstrich, weiter. Die Bude, eine bessere Bezeichnung verdiente die Lokalität nicht, glich einem Ping und Peng, das nach allen Seiten ging. Denn einem wohldosierten Aufbruch, einem Geschäft, dem eine grosse Zukunft beschieden ist, kam ziemlich alles abhand, was Erfolg und Blüte versprach.

Das Wirtschaftswunder schritt draussen vorbei. In vieltausend Farben und Schattierungen, glänzender noch als Münzen glitzern können, paradierte das Stadtetablishment, alles, was über Geld, Glanz und Einfluss verfügte, am künftigen Laden vorbei. Der Aufrichte der Bretter mangelte es an geistigem Cashflow. Der Offshore, für den, der im Geschäft sein will, unabdingbar, war den beiden Herren ein Fremdwort.

Fortsetzung

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