sch-ach-un-Budget

un Budget

 

Und entsprechend geht das Gerühr über das Schach wieder los, dessen Spiel einen ganz ausgeprägten Zeitverlust darstellt und über welches man nun wirklich schon genug vernommen hat. Durch solche Gespräche will sich kein Leser hindurch quälen, sich in seinem Sofa endlos von der einen Seite auf die nächste angeln. Wie wird der Leser in seinem Sitz erst herum geworfen, wenn zum Schach wieder einmal die Wissenschaft hinzu stösst und das ganze Gewäsch der Wissenschaft als sicherer Wert und darum unterstützungswürdiges Element erneut aufgezogen wird. Alles schon gehört! Während langer Abende zigmal durchdiskutiert, die durch intensive Gespräche verkürzt wurden.

Wenn man das wiederholt, was während solcher Abende gesagt wurde, dann wird das auf die Länge mühsam und furchtbar eintönig. Eine Vielfalt von Tönen, die jemand ständig wiederholt, stellt sich mit der Zeit selber ein Bein. Die Antwort darauf lautet: In die Vielfalt habe man Variationen einzubauen. Stimmt. Aber, liegt darin wirklich der Grund dafür, wieder zurück in den Originalton zu wechseln und das Gespräch so wieder zu geben, wie es gesprochen wurde.

Dieses handelte nämlich nach wie vor von Schach und Wissenschaft und von all den Dingen, welche beide zusammen führen, also beide gemeinsam haben, was sie zusammen bringt. Und auch von den Dingen, welche Schach und Wissenschaft auseinander dividieren, sich als unverträglich erweist und Distanz schafft. Sprachpuristen würden in helle Aufregung geraten, wenn sie im O-Ton mitbekämen, was am Tisch alles gesagt wurde und vor allem in welchem Ton. Schliesslich kommt es in Diskussionen nicht auf die Sprachreinheit an. Wichtig ist, dass man miteinander spricht, mit verdrehten Sätzen, Wörtern, die nicht ganz präzise gesetzt sind, Gedanken wiedergibt, welche der Sprecher äussern wollte, ohne sich in kunstvoll gesetzten Buchstaben zu verlieren. Wenn man miteinander spricht, frei und spontan, freimütig, geht manches Wort daneben. Darin liegt die Gefahr des O-Tons.

Fortsetzung

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