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„Im Gegenteil. Die Meinungsvielfalt ist ein wichtiger Bestandteil der Wissenschaft und Forschung. Wo kämen wir hin, wenn Wissenschafter nicht mehr sagen dürften, was sie denken. Aber jeder Wissenschafter ist dem Chor all jener verpflichtet, und das bis in seine tiefste Seele hinein, die gemeinsam mit ihm forschen. Und genauso stehen der Klavierspieler und der Schachspieler im Chor mit anderen. Genau so verhält es sich mit uns selber, mit dir, Kabar, mit Ihnen, werte Frau, mit mir, Wilhelm Schnepfensskorn. Wir eilen über diese Zeilen. Ich halte Monologe und weiss eigentlich gar nicht, ob ich selber spreche oder der Schreiber, der meine Gestalt auf das Papier bringt. Ich rede dahin, Zeile für Zeile, halte gute Reden und weiss eigentlich gar nicht, ob die Worte von mir selber stammen oder von jenem, der die Feder über das Papier führt. Wer sagt in meinem Fall was? Bin ich es? Genau so verhält es sich mit dem Schachspieler und ebenfalls mit dem Klavierspieler. Man ist nie sich selbst allein, sondern baut auf dem auf, was andere vor uns geschaffen haben. Das ist die erfreuliche Botschaft von dem, was ich sagen will.“

„Welm, du verlierst dich wieder einmal in deinen Fantasien. Eine Wissenschafter muss klar und sachlich analysieren und nicht aus den eigenen Zeilen springen.“

„Sicher, man muss unvoreingenommen und präzis das untersuchen, was die eigene Linie prägt und was man vor sich liegen hat. Und in dem Fall ist es nun mal so, dass wir beide zusammen gehen, auch wenn wir verschiedene Wege beschreiten. In unserem Fall ergibt sich das Eine aus dem Anderen. Ohne Kabar ist Welm nichts und ebenso Welm ohne Kabar nichts.“

„Da schätze ich mich glücklich, dass Jette neben mir sitzt. Über sie hat das Und Bestand, wenn du wegfällst.“

„Das Und ist nicht bedroht. Das ist das Wunderbare am Schachbild und am Klavierspiel. Natürlich gibt es das Spiel des Einzelnen. Das will ich gar nicht in Zweifel ziehen. Aber schau dir dieses Schachspiel hier zu meiner Seite auf dem Platz an. Der Schachspieler spielt im Chor all jener, die sich mit ihren Kommentaren am Spiel beteiligen. Wenn der Spieler nur einem einzelnen Gegner gegenüber sitzt, dann hat auch er einen Chor im Ohr. Er überlegt, wie Andere in dieser Stellung reagiert haben. Eine Vielzahl von Stimmen klingt bei jeden Chor mit. Wenn nicht, dann ist es ein schlechter Spieler.“

Fortsetzung

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