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Wie die Markhalle verfügt auch die Reithalle, Boy Cotts Ort, mit ihren verschiedenen Plätzen und Räumen über ihre eigene Geschichte. Diese verknüpft sich steinreich mit Pflastersteinen, welche das Fliegen gelernt haben und ab und zu an die quadrierten Köpfe der Obrigkeit prallen, jener Autorität, die die Markthalle schloss. Doch das ist eine andere Geschichte, die zu erzählen keine Zeit bleibt.

Mancher hat in dieser Reithalle schon Zuflucht vor den Schrecken dieser Welt gefunden, als er, vom Kommerz geblendet, völlig verwirrt durch die Stadt irrte und den für das Portemonnaie weit offenen Türen aus dem Weg ging, dabei seinem eigenen Verstand nicht traute, als er im Tram sass und vor sich jenes Tram sah, in welchem er sass. Er glaubt, in dieser Stadt in einem Gespenstertram zu sitzen. Oder entpuppt sich jenes Tram als Gespenst, das vor dem eigenen Tram fährt? Wer in einem solchem Tram über die von Geld bimmelnden Strassen fährt, der traut seinem Verstand nicht. Früher suchte er in der Markthalle Rettung, wo all die Kollegen und Kolleginnen warteten. Heute geht er in die Reithalle.

Wenn die Gespensterstrassenbahn durch den besagten Ort fährt, dann steigen die Leute um und nehmen das Umwegtram, jenes, das an sich selber vorbei führt. Manchmal braucht der Mensch ein solches Fahrzeug, um an einem anderen Ort wieder zu sich zu finden. Das Schach mit seinen in ganz bestimmter Ordnung fest auf dem Boden stehenden Figuren bildet den geeigneten Ort, um vom Umwegtram wieder auszusteigen und festen Boden unter die eigenen Füsse zu setzen. Wenig hilfreich indes zeigt sich das Schach, wenn die Figuren auf dem Feld taumeln und das Gespenstertram, aus seinen Schienen gefallen, über dem Spielfeld auftaucht und an den Figuren rüttelt.

Dieses Tram ist gefährlich. Denn es erscheint mit grosser Gewalt und reisst alles um, was ihm im Weg steht. Wenn ein Tram auf einem Platz tollwütig wird, dann gehen die Leute auseinander, weichen zur Seite. So etwas muss man vorbeilassen und sich nicht in dessen Bahn werfen, um das Gefährt aufzuhalten. Und auch wenn die Schachfiguren wackeln, greift man nicht nach ihnen, um sie aufzufangen oder deren Fall zu verhindern. Manchmal muss der Mensch an seine eigene Sicherheit denken. Um ein Haar wurde ein Passant über den Haufen geworfen. Das Schwanken der Schachfiguren war ganz reell. Es gab Geschrei und Flüche. „Nicht schon wieder die Polizei!“

Fortsetzung

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