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tg Tibet

 

Der Platz, auf welchem sich das aktuelle Geschehen abspielte, entspricht in seiner Gestalt jenen, die vielgestaltig das Publikum anziehen. Oftmals lässt sich dort am Morgen ein Gemüsemarkt nieder, auf welchem neben Gemüse und Fleisch auch Blumen angeboten werden, und zwar genau an jener Stelle, wo nachmittags von den anrainenden Restaurants ganze Heerscharen von Tischen aufgestellt werden. Von den Tischen aus lässt sich ausgezeichnet das Defilee der vorbeiziehenden Besucher bewundern und kritisieren. Viele Passanten stellen sich dar, weil sie wissen, dass sie beobachtet werden. Andere bemühen sich auf dem dicht besetzten Platz um ein schnelles Durchkommen und achten keines Blickes, was, den Weg säumend, an den Tisch sitzt und nach allem äugt, was sich bewegt. Wer schnell durch will, ärgert sich ab dem Gedränge vor Ort.

Wer sich darstellt, ordnet seine Kleider. Ob diese nun dem entsprechen, was der Träger in Wirklichkeit darstellt, oder ob sie die Person lediglich für die Dauer eines Spaziergangs edelt, sei dahin gestellt.

Bevor sich am Abend die Selbstdarstellung einstellt, jagen am Nachmittag Kinder über den Platz, vorbei an Werbebannern und Ständen mit entsprechen Broschüren zu allem und nichts. Bio, Sekte, Reise – alles bietet sich an.

Beherzt steht mit dem Rücken zur Wand eines Hauses ein Musikant und bietet sein Können feil. Weil die Strassenbahn den Platz kreuzt, kommt es regelmässig zu Stockungen im Fluss der Passanten, wie eilig sie es auch haben.

Fortsetzung

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