sch-ach-sx-Femen

sx Femen

 

„Du denkst vermutlich wieder an deinen Freund.“

„Ja und nein. Er kann ja im Grunde nichts dafür, dass er so angesehen wird, wie all die Leute es tun, denen er über den Weg läuft. Er ist nicht zu übersehen. Er ist ja so unermesslich dick.“

„Und so berühmt. Das färbt letztlich vermutlich auf uns ab, wenn man uns mit ihm in Verbindung setzt. Hoffentlich merkt auf diesem Platz niemand, dass wir über dich eng mit ihm verbändelt sind. Seinen Namen wage ich gar nicht auszusprechen. Wenn ich ihn nenne, wird es irgend jemand hören, und das wird die Aufmerksamkeit auf uns lenken. Die Stadt ist klein. Man kennt sich.“

„Und dann sind wir geliefert. Aufs Messer gesteckt.“

„Mit einem immensen Blitzlichtgewitter wird man über uns her fallen, ausgelöst von einer Unmenge von Paparazzis.“

„Das auf diesem Platz! Und alle, die uns bisher nicht beachtet haben, werden sich fragen: Wer sind die zwei? Wir wissen es, aber die wissen es noch nicht, und darum ist es gut, dass unser Drache nicht kommt. Er würde uns auf diesem Platz berühmt machen. Ist es das, was wir heute Abend suchen? Oder wollen wir uns ganz diskret davon machen, so dass man es uns gar nicht anmerkt, wohin wir wollen, nämlich so schnell wie möglich zu uns nach Hause.“

„Das würde dir gefallen. Jetzt sind wir hier und geniessen es, hier zu sein, und wollen uns darum nicht zur Liebe davon stehlen.“

„Und wenn er kommen würde?“

„Ah! Ich habe dich erwischt: Du spielst bereits mit ihm und setzest ihn für deinen Vorteil ein. Auch mit ihm bringst du mich so schnell von diesem Platz nicht weg. Da musst du dir schon etwas Besseres einfallen lassen.“

„Er hat einen bedeutenden Umfang. Mehr bring ich nicht hin. Etwas derart Gewichtiges kann kaum geschlagen werden. Da passt kein neuer Dinosaurier hin. Irgend so ein weiterer Astrachus von noch gigantischerem Ausmass – und ich sage dir: Hier liegt irgendwo etwas in der Luft.“

„Ja, hier sind alle glücklich. Kein Autolärm, nur dieses Stimmengewirr. Zufriedenheit, so etwas spürt man. So etwas liegt in der Luft. Es ist wie eine Windmühle, die alles Glück auffängt und sich vom Glück beflügelt eifrig dreht und auf diese Weise den Glückssegen über den ganzen Platz verteilt, hier, über diesen Platz, auf dem auch wir beide sitzen. Ein Windrad, welches das Glück wie Blütenstaub zerstäubt, damit er bei all uns aufgehen kann.“

„Das Drehen der Windräder wird aber von einem Klappern begleitet. Und das stammt sicher von den Knochen eines Dinosauriers, die an das Gebälk der Windmühle angehängt sind. Und einer wird wohl mit seiner Lanze nach diesen stechen. Das ist es wohl, was ich höre. Und nicht etwas anderes.“

„Es ist das Gestell des Windrades, das sich im Glück dreht. Das hat es manchmal an sich, wenn ein Windrad seine Runden dreht und dabei mit seinen Flügeln schlägt.“

Fortsetzung

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