sch-ach-so-Poesie

so Poesie

 

(…) „E ‚troppo! E ‚troppo! E ‚troppo. Sto lasciando.“ – „Fuck off.“ – „Ich schaue bessere Position schachmatt.“ – „Du häsch superguet gschpiut. Aber dän bisch uf emol matt. Himmeltruurig.“ – „Bullshit, he’s gone. Who will be my next partner.“ – „I han öpis nöis probiert anstatt de Turm ‚z nä. Aber nachhär isch es ‚z spoot gsii. Das hani bewusst gmacht zum luege. Du häsch dän plötzlech au gseh das chäs i dine löcher gha häsch, ähä.“ –“Lue, ig han a Fäler gmacht. Das isch nüüt.“ – „Jojo, das isch de Nachteil fo däm Schystem. Irgend einesch entblösisch du di dänkch au.“ – „S blööd Bundeshus wirft Schatte ufs Schpiu. Mer gseht ‚d Figure nöme rächt.“ – „Who may i ask for a play'“ – „Weisch. De Schatte vom Bundeshuus liit uf em Platz.“ – „U du häsch d’Figure nöme rächt gseh. Wirsch aut, Hausi.“ – „Aber es nützt nüt. Jojo, wän i Turm gschpiut hät, aberäm, u de Buur schloot de Turm, dän.“ – „Jo, das wär wou d’Chance gsii.“ – „Who is the next player?“ – “ ‚d Dame.“ –“Iuu.“ – Iuu, de Turm, genau.“ – „Tän isch’s nöt guet. Aber gäl, das mues mer gseh, dass de Turm cha dri schloo.“ – „Chalef. Chalef. Chalef.“ – „Das chamer scho gseh. Das isch aber nöt de Fall gsi.“ – „Äbe.“ – „Heimol, einisch verlore isch kei mol verlore.“ – „Jojo.“ – „This guy who looks like Ali Baboo Osama bin Laden speaks much, it’s a good gambler. I’ll think he will be my next partner. But he realy looks crasy whit that belly-beard and his tunica.“

Wahrlich, am Rande eines öffentlichen Schachfeldes tummeln sich zuweilen recht wunderliche Gestalten. Der angesprochene Ali Baba alias Osama bin Laden entpuppte sich als eines der seltsamen Muster, welches sich über den Platz bewegte und sich zuweilen eifrig mit Kommentaren in das Spiel mischte. Bart, Kleid, philosophische Zurückhaltung, zumeist, verliehen der Erscheinung eine gewisse Zeitlosigkeit, die ausmachte, dass die anderen Spieler und Zuschauer dieser Figur trotz ihres ausgefallenen Outfits Respekt zollten. Ali Baba oder Osama, seine unklare Gestalt, sein wallendes, in dunklen Farben gehaltenes Gewand, das ihn erscheinen liess, als sei er eben aus einem Souk entwichen, von dem wusste niemand, ob sein Spiel zauberhaft war oder listenreich. Der Engländer hatte es auf ihn abgesehen.

Eine weitere eigenartige Persönlichkeit, welche das Spielfeld säumte, hiess der Sandkastenmann. Warum er so genannt wurde, wusste niemand. Die Füsse steckten in Plastiktüten. Er verbrachte viel Zeit am Spielfeldrand. Er sagte nie ein Wort, sah zu, spielte selten, nur dann, wenn Not an Spielern herrschte, sprang er für eine Partie ein.

In den Säcken, in welchen die Füsse steckten, musste sich mit der Dauer des Tages Sand ansammeln, der nicht entweichen konnte. Von daher kam vermutlich der Name Sandmann. Das Schachbrett bildete den Kasten.

Fortsetzung

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