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pl Sushmita

Geld ist Blut, das kein Chirurg zu ersetzen vermag, wie klug er sich anstellt, wie fliessig er auch operiert, abhaut, schneidet und zusammen näht. Wenn das kostbare Gut Blut davon fliesst, dann ist es wie das rare Wasser, welches in der sich endlos dahin ziehenden Wüste versickert. Wird es hingegen erfolgreich aufgehalten wie das viele Wasser in einem Stausee, dann vermag es ungeheure Kräfte zu entwickeln, die alles wegspülen, was sich ihnen versehentlich in den Weg stellt. Blut besitzt die Kraft von Geld. Für Geld geben Menschen ihr Blut her. Am Geld und am Blut hängt der Mensch von seinem Anfang bis an sein Ende. Fehlt ihm das eine oder das andere, geht er unter. „Das war wirklich toll gesagt.“ – „Ist das Ihre Meinung?“ – „Wunderbar haben Sie das gesagt!“ – „Ein Lob hört man sich gerne zwei Mal an. Zuweilen gelingt auch mir ein Bonmot, das erwähnenswert ist und für die, welche nach uns kommen, niedergeschrieben und so aufbewahrt werden sollte.“ – „Unsereins spielt nicht in der ersten Liga der Sprachkunst, obwohl wir von unserem Engagement, Wissen und Einsatz her dort durchaus unseren Platz hätten.“ – „Was uns fehlt ist allein das Geld. Wer es hat, der spielt droben mit. Wer es nicht hat, der geht unten durch und nimmt sich, was er auf der Strasse findet.“ – „Auf der Strasse findet man kein Geld. Dieses muss vielmehr hart erarbeitet werden.“ – „Das war nur ein Sprachbild. Natürlich liegt das Geld nicht auf der Strasse. Wäre dies der Fall, wäre ich sicher reich und müsste ich nicht nach solchem suchen und mich nach ihm auf der Strasse bücken.“ – „Wunderbar gesagt. Sie überraschen mich immer wieder aufs Neue. Es ist wirklich ein ganz grosses Glück, dass wir uns kennen lernen können. Ich habe wirklich noch nie mit jemandem, der so intelligent ist wie Sie, über Geld, Gut und Blut gesprochen.“ – „Kunststück. Geld beflügelt den Geist. Es gibt Künstler, die das nicht wahrhaben wollen. Denen fehlt es aber an Lebensklugheit. Ich zähle nicht zu diesen, auch wenn ich mich nichts aus Geld mache.“ – „Das muss ich Ihnen einfach lassen: Sie verstehen es ausgezeichnet, mit Gedanken zu spielen. Das wäre auch eines meiner Ziele. Doch das Geld habe ich noch nicht gefunden, das meine Gedanken solcherart beflügeln könnten.“ – „Ehrlich, man darf sich nichts vormachen. Geld kann auch zu einer Selbsttäuschung führen.“ – „So?“ – „Es gibt Leute, die glauben, mit Geld reich sein zu können.“ – „Das gibt es, Sie haben durchaus recht. Schon mancher ist der Täuschung des Geldes erlegen. Und worauf konnte er seinen Kopf legen, nachdem er kein Geld mehr hatte? Ich sage es Ihnen: auf nichts.“ – „Ein hartes Pflaster. Ein solches Kopfkissen darf man niemandem wünschen. Auch nicht seinem ärgsten Feind.“ – „Ich bewundere Ihre Menschenliebe. Diese findet sich nicht bei jedem Menschen.“ – „Man darf sich nicht täuschen: Geld kann Geist und Mensch verderben.“ – „Das ist auch wieder wahr.“ – „Geld vermag den Geist zu verderben, so dass aus einem Dies ein Jenes wird, und man nicht mehr weiss, was Dies und was Jenes ist und zum Schluss überhaupt nicht, was uns überhaupt gesagt worden ist. So ist das Geld. So ist es am Besten, man lässt es am Boden, wenn man dort solches sieht, und greift nicht danach. Ich halte mich an diese Weisheit. Bisher bin ich damit gut gefahren. Mehr oder weniger. Es gibt Dinge, die nicht voraus gesehen werden können, auch wenn man sieht, dass sie auf uns zu kommen.“ – „Ich verstehe.“ – „Geld, natürlich, hilft über solche schwere Augenblicke hinweg. Das darf man sicher nicht ausser Acht lassen.“ – „Selbstverständlich.“ – „In schwierigen Situationen ist es ein grosser Trost, wenn man Geld zur Hand hat. Geld ist dann wie eine wärmende Hand, in welche man seine eigene hinein legen kann.“ – „Sie haben so eine ganz eigene Art, die Dinge auf den Punkt zu bringen, so dass diese als Aussage überzeugen. Das macht das Gespräch mit Ihnen so angenehm. Sie sind wirklich ein grosser Glücksfall. Oder vielmehr ist es ein grosser Glücksfall, dass ich Ihnen begegnet bin.“ – „Nicht der Rede wert. Zum Geld muss man lediglich ein gesundes Verhältnis haben und sich im Klaren sein, dass sich mit dem Geld gewisse Gewissheiten verbinden, die unumstösslich sind.“ – „Ich bin neugierig.“ – „Man muss wissen: Alles Geld der Welt bewahrt keinen Menschen vor dem Tod.“ – „Sie bringen die Wahrheit auf den Punkt.“ – „Oder soll ich sagen: rettet keinen Menschen vor dem Tod?“

Fortsetzung

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