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pk Machismus

 

Die übermächtige Jagd erheischt jedoch nicht nur im engen Umkreis der Schwachen absoluten Gehorsam, den immer Schwachen, die sich durch das aufreibende Leben kämpfen, vom unglücklichen Anfang an bis zu seinem bitteren Ende, weil ihnen aus dem mühevollen Leben nichts gratis zufällt wie jenen, die sich als die vorrangig besser gestellten Starken der unabwendbaren Jagd zum Teil trotzig entgegen stellen. Jenen, denen eine gewogene Bestimmung bereits angenehme Geschenke und passable Vorteile in die Wiege legt und sie als günstiges Schicksal weit hinaus auf ihrem erfolgreichen Lebensweg begleitet, so dass ihnen, den bevorteilten Starken, die sich selber als solche sehen und von den neidischen Anderen als solche angesehen werden, vieles leichter gelingt. Dem Anschein nach. Der nagende Neid erweist sich als ein schlechter Beobachter. Er beisst seine scharfen Zähne in die missgünstigen Beobachter selber hinein. Denn auch die vermeintlich Starken müssen selber jagen; sonst werden sie selber schwach und passende Beute.

Die Kunst bildet als Gegensatz zur Jagd eine geschmeidige Triebfeder, die sich weniger auf ein bestimmtes Ziel ausrichtet, sondern den freien Weg für verschiedene Bahnen weist. Sie kommt als eine anders geschaffene Begleiterin des unsteten Lebens daher, anders als die ewig hetzende Jagd. Möglicherweise bedient sich die nach allem gierende Jagd der vielseitigen, vielförmigen Kunst als ein willkommenes Mittel, um sich gefällig in Szene zu setzen wie der umsichtige König, der sich mit einem ganzen Tross auf die herbstlich oder sommerlich Jagd begibt, wohl um zu jagen, aber zu aller erst, um kraftstrotzende, ländliche Kunst zu inszenieren. Auch der blutige Stierkampf kommt sehr farbig daher. Das knallige Blut setzt der makabren Feier den roten Schlusspunkt auf.

Die abwechslungsreiche, ganz verschiedenartig motivierte Kunst, wenig bedacht auf den schnellen Schuss, verfügt nicht über die heimtückische Kraft des launischen Lebens, welches der vorschnellen Jagd immer wieder ein steiles Bein stellt. Die zuweilen ebenfalls, so etwas kann zuweilen durchaus vorkommen, ein wenig unberechenbare Kunst vermag höchstens in homöopathischer Dosis als heilendes Wundpflaster für jene schwere Verletzungen einzuspringen, welche der gnadenlose Jäger dem anderen Menschen während seines ganzen Lebens immer wieder beifügt.

Zwei Dinge entpuppen sich als wirklich willfährige und starke Begleiter der rücksichtslosen Jagd: Das Geld, goldene Hoffnung all jener, die über solches wenig oder nicht verfügen; Trost all jener, die keines haben; bittere und ernüchternde Erkenntnis für alle, die über solches verfügen. Das irdische Glück ist nicht in das stolze Geld eingeschrieben. Dennoch gilt folgende allgemeine Erkenntnis über das liebe Geld als unbestrittene Weisheit: Besser ist es, Geld zu haben, als keines. Geld hilft über manche Schwierigkeit hinweg, die, hätte man kein Geld, sich zu einem unüberwindlichen Hindernis aufrichtet, zu einem wirklichen Handicap im eigenen Leben auf dem langen Weg zum tatsächlich Besseren.

Fortsetzung

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