sch-ach-pe-Junta

pe Junta

 

Hingegen bewegen sich die Gedanken. Sie kehren zurück zu allem, was man in seinem bisherigen Leben falsch gemacht hat. Das Leben geht nach dem Tod eines Mitmenschen weiter. Das Nichtgesagte bleibt vorerst im Grab. Die Gedanken steigen ins Grab und kommen zurück. Alles, was falsch war, spielt in jenem Moment keine Rolle, wenn man sich am Grab quasi als Gast des Menschen verabschiedet, der achtzehn Fuss unter der Erdoberfläche liegt oder in das Krematorium geschoben wurde. Alles erscheint in seiner Nichtigkeit völlig klar und verständlich. Und auch alles, was in der Zukunft harrt, verfügt über denselben Wert. Der Genuss liegt im Augenblick. Doch dieser trägt in der Stunde eines Begräbnisses den Namen des Todes.

Der Abschied entpuppt sich als der ungünstigste Augenblick, um die Zukunft aufzubahren und ihr eine Richtung zu geben. Dieser Moment entbehrt jeglicher Hoffnung.

Eigentlich ist der Mensch nur Verzweiflung, die der Schöpfungskraft den Weg auf das Ende weist.

An einem solchen Tag des Scheidens sammelt sich alles an einem Endpunkt an. Von diesem aus gibt es kein Zurück, von wo aus man einen anderen Weg einschlagen kann, um eben diesem Weg zu entgehen. In einer Trauergemeinde, wenn der Tote zu Grabe geführt wird, sind alle Menschen eins, die an der Trauer Teil haben, wie verschieden ihre Wege auch ausfallen. Der Weg zielt genau auf den einen Punkt.

Fortsetzung

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