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pd Gewalt

 

In diesem Ton ging das Gespräch zwischen den Dreien noch eine Zeitlang weiter. Es wiederholte sich einiges von dem, was bereits gesagt worden war. Denn auf die Gemüter drückte der brutale Abgang ihrer Begleiterin und gute Laune, welche die Phantasie beflügelt, hielt sich weit vom Tisch entfernt.

Das Gute an dem, was geschrieben wird, findet sich darin, dass ein wie oben wiedergegebenes Gespräch abrupt beendet werden kann, so abrupt, wie der Tod zuweilen ein Leben beendet.

 

***

 

Eine merkwürdige Zeit folgte. Eine Zeit ohne grosse Szenen. Eine schweigsame Zeit. Eine Zeit, die einem Abschied folgt. Eine Zeit, die, trotz des Hinschieds eines Menschen, sich geschwängert zeigte mit zahlreichen Widersprüchen und vielen unbeantworteten Fragen. Eine Zeit, in der man viel an sich selbst denkt. Und auf einmal wird man sich bewusst, dass man viele Augenblicke verpasst hat, jene viel genannten Augenblicke, in denen man der gegangenen Person nicht begegnete, um über Vernünftiges zu sprechen. Man merkt erst im Nachhinein, dass jemand tot ist. Man wandelt durch merkwürdige, unwirkliche Tage. Denn man hat das Gefühl, man würde der Person auf Schritt und Tritt begegnen, als bilde die Urne lediglich ein Zierstück und die Asche darin nur den Staub, der sich irgendwo niederlegte und den man aufwischte, der sich beim nächsten Windstoss wieder davon macht. Ein Staub, der vorüber geht und keine Spur hinterlässt, als sei nichts gewesen, als befänden sich im urnernen Grab nicht die Reste eines Körpers.

Vorüber gegangen, als habe der Mensch, der verschwand, überhaupt nie existiert. Ein stummer Moment der Verzweiflung greift nach dem Trauernden. In dem Augenblick versteht jeder, was Einsamkeit bedeutet. Und auch der Griff nach der Hand der Person neben sich bietet diesem Gefühl keinen Einhalt. Der Mensch, der verschwand, repräsentiert einen Bruch in der Ordnung, die das Leben durch die elementarsten geordneten Bahnen leitet, so dass es auch in der schwersten Zeit ausgehalten werden kann. Wenn aber ein Mensch geht, dann steht das Leben still.

Fortsetzung

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