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Dieses Nachbauen des Körpers, wurde eingewendet, ermögliche es, dass der Mensch ein Wissen hortet und ausbaut, welches ihm ermöglicht, Krankheiten zu bekämpfen, denen er immer wieder ausgesetzt ist. Diesen setze er in Form von Gebäuden, die er Krankenhaus nennt, Denkmäler. In der Weite war ein solches auszumachen. Dieses erinnert den Menschen, woran er krankt. Dorthin begibt er sich, wenn er Rettung für seinen Geist, seine Seele und seinen Leib sucht. Wegen der Börse sucht er Generika und erhält dafür Placebo. In das Reich der weissen und blauen Kittel finden aber auch Menschen, die schlimmere Erkrankungen heimsuchen.

Die Grüne Lunge bot eine Alternative. Sie lenkte von jenem Reich der Unerbittlichkeit ab, das mit der Geschmeidigkeit des Schachspiels die Krankheiten anging, um ihrer Herr zu werden. Gleichwohl geriet die Medizin ins Hintertreffen gegenüber dem Schach, welches mit einer Unzahl an Finten und Schachzügen jede mögliche Situation auf dem Brett ausreizte. Die Medizin stösst auf Grenzen, das Schach setzt sich über diese hinweg. Das Gebäude dort, am Wiesenrand, wirkte unscheinbar und klein. Und doch enthielt es ein Gewirr an Gängen, Räumen und Möglichkeiten, die dem Menschen zur Heilung nützen oder wenigsten dazu dienen, dessen Schmerzen zu lindern. Die Vielfalt der Behandlungen setzt die Vielfalt der möglichen Züge in einem Schachspiel in den Schatten, hahaha.

Wie wenn mit dem Schatten zugleich ein Stichwort gefallen wäre, legte sich ein solcher über die Terrasse, begleitet von einem stärkerem Wind. Augenblicklich trat Kühle ein, als ob ein Blasebalg die Frische des Waldes über die Weide zu den Sitzenden hinüber drängte. Kein Frösteln noch, aber erfrischend. Die Umgebung fühlte sich nach wie vor angenehm warm an. Drohend hingen die Wolken nicht am Himmel. Er lud zum verweilen ein, draussen, auf der Terrasse. Trotzdem blickten Gäste besorgt in die Höh.

Die aufziehenden Wolken glichen den Schattenfeldern, welche in dem Spital, dort, fern weg, auf verletzten Lungen beobachtet wurden und welche dazu führten, dass ab und zu ein verhaltener Huster über die Terrasse zog. Darum wollte man diesen Wolken nicht zu viel Aufmerksamkeit zollen. Der Ton aus der Brust klang brüchig und hob sich von jenem ab, welche Gäste als gekünstelten Verlegenheitshuster gelegentlich von sich gaben.

Die Gäste schienen sich an beide Formen des Hustens gewöhnt zu haben. Niemand drehte sich nach den Verursachern um. Mit der Ausnahme, dass jemand länger als nötig zum fernen Haus auf dem Horizontstrich blickte. Bei jedem Huster wuchs die Präsenz des Gebäudes im Bewusstsein der Gäste. Man sprach sich auf das Gebäude an. Einige Leute schauten mit der Zeit doch herüber. Mit ausdruckslosem Gesicht. Auf die Frau, welche das sass und gehörig litt. Stur und gefasst, mit der Zigarette im Mund.

Fortsetzung

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