sch-ach-oa

oa Billiglöhne

„Irgendwie wirkt aber doch ein Placeboeffekt mit. Man tut nichts, und doch tut sich etwas.“

„Ach was. Was sagen Sie da wieder? Technisch gesprochen ist die Sache völlig klar. Den Viren werden Elektronen genommen. Die freien Radikalen täuschen nichts vor. Die Viren sterben in Windeseile.“

„Oxidieren.“

„Meinetwegen. Der Vorgang ist aber an und für sich interessant. Uns müsste es nur gelingen, diesen zu steuern. Das wäre ein Durchbruch. Verhindern können wir ihn nicht. Man müsste die Radikalen dazu bringen, dass sie die RNA – “

„Die Steuerungselemente der DNA.“

„Sicher.“

„Die DNA als Bibliothek des Erbgutes.“

“ – dazu bringen“, insistierte Wilhelm Schnepfensskorn, „dass die Radikalen kontrolliert die RNA steuern. Also jene Informationen, die jede Zelle in der DNA in sich trägt, kontrolliert verarbeiten. Und zwar von uns kontrolliert.“

„Die Bibliothekare.“

„Was rede Sie da wieder.“

„Nun, die Bibliothekare, welche die DNA-Bibliotheken verwalten und kontrollieren, müssen wir kontrollieren.“

„Meinetwegen, die Bibliothekare. Wenn das für Ihr Verständnis besser ist, soll es gelten. Wenigstens haben Sie nicht schon wieder mit unpassenden Fremdwörtern um sich geworfen. Das soll Ihnen hoch angerechnet werden. Ob das unser Weg ist, Herr Schuster, diese Kontrolle, darüber müssen Sie nachdenken und nicht über Placebo. Letzteres ist eine Sache der Psychologie, nicht unsere.“

„Nun, möglich, soviel darf ich einwenden, dass auch der Geist auf die Elemente einwirkt. Wenn der Geist so gelenkt werden kann, dass er dem Körper vortäuscht, er habe etwas getan, dann wird der Körper auch entsprechend reagieren. Plazebo. Das ist Plazebo.“

„Sie haben den falschen Job gewählt, Herr Schuster. Das habe ich schon immer gesagt und mit dem, was Sie eben gesagt haben, bestärken sie mich einmal mehr in meiner Meinung. Sie täuschen sich wie mit dem Wasser und dem Wein.“

„Das denke ich nicht. Denn es kommt noch Folgendes hinzu.“ Kurt Schuster hielt im Reden inne und nahm einen kräftigen Schluck aus seinem Glas, während Wilhelm Schnepfensskorn an dem seinem nippte. „Jedes Medikament hat denselben Effekt wie der Wein. Jedes Medikament, das eingenommen wird, stellt einen schweren Eingriff in den Körper dar. Der Eingriff führt zu Stress, dem der Körper mit der entsprechenden Mobilisierung von freien Radikalen begegnen muss, die ihrerseits wieder den Körper zerstören. Beim Geist fällt die Zuführung von Medikamenten weg.“

Fortsetzung

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