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nt Eigenheit

„Weil die Zellen und zum Teil auch nur Teile von ihnen durch diese freien Radikalen vernichtet werden.“

„Unvermeidlich.“

„Weil die Zellen, die Elemente, aus denen wir bestehen, ständig unter einem ungeheuren Stress stehen und leiden und dieser sie in Mitleidenschaft zieht“, fügte Kurt Schuster hinzu.

„Das ist in der Tat so, ob frei oder unfrei, ob radikal oder liberal. Den freien Radikalen entgeht niemand. Und trotzdem wollen diese Politiker uns an die Forschungsgelder gehen und sie kürzen. Sie gebärden sich wie die freien Radikalen, denen ein Elektron fehlt und das sie darum einem anderen Molekül stehlen mit dem Risiko, dass dieses Molekül kaputt geht. Mit der Phiole allein lässt sich nicht forschen. Es braucht dazu auch das Fleisch, das Geld heisst. Das müssen wir ihnen, den Politikern entgegen ihrer Widerstände aus der Nase heraus holen, damit wir forschen können.“

„Ich meine nicht Politiker, ich meine Atome und Moleküle.“

„Ohne Fleisch am Knochen ist die Forschung nichts anderes als ein Skelett, das keinen Zusammenhalt hat und nichts bewirken kann.“

„Die freien Radikalen sind das Fleisch“, beharrte Kurt Schuster.

„Sie sind ein Störfaktor, wie die Politiker. Man weiss nie, worauf sie hinaus wollen.“

„Genau, das ist genau eine der Eigenschaften dieser Molekülfragmente. Die freien Radikalen tragen diesen Namen, weil ihnen etwas fehlt und sie sich darum ständig auf der Suche befinden, um sich anderswo zu nehmen, was ihnen fehlt. Ihr Werk ist zerstörerisch. Kunststück, dass dieser Vorgang dazu führt, dass unsere Körper nicht jünger werden, sondern sich abnützen. Im Wachsen ist Zerstörung.“

„Wie die Politik.“

„Bei denen würde ich als Lösung eine Eigenbluttherapie vorschlagen.“

„Sich an sich selber reinigen. Das ist eine Möglichkeit. Mit etwas mehr Eigenblut in sich würde das Gehirn besser durchblutet, und die Herren und Damen könnten wieder anständig denken. Die Radikalen hingegen verfügen über kein Blut. Da helfen uns Ihre Anwendungsmethoden für die Heilung der Politiker nicht weiter.“

„Beobachten, das ist eine unserer Hauptaufgaben“, bemerkte Kurt Schuster und fügte hinzu: „Observation.“

„Das ist es. Diese Radikalen lassen sich schwer fassen.“

„Man muss sie beschreiben, damit sie erfasst werden können, sagen Sie.“

„Sie haben gut aufgepasst.“

„Analysieren.“

„Ich habe in Ihnen einen guten Schüler.“

„Um dies zu erreichen, muss man über ein Grundwissen verfügen.“

„Die Informationen sammeln.“

„Und dann zentrifugieren.“

„Was sagen Sie da?“ Wilhelm Schnepfensskorn stutzte. Das Glas fiel ihm schier aus der Hand.

„Nun, chemisch gesprochen müssen die interessanten Informationen von den uninteressanten getrennt werden.“

Fortsetzung

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