sch-ach-na

na Hakim

So etwas musste auch dem Taxichauffeur widerfahren sein, etwas, von dem man nicht weiss, was es ist, so dass es nicht beschrieben werden kann und dem darum nicht mit Worten beizukommen ist. Man beobachtet, nimmt es zur Kenntnis, schüttelt den Kopf, gibt nach, geht weiter und achtet darauf, dass man in Zukunft nicht ein zweites Mal Opfer solcher Launen wird.

 

Zu Fuss weiter

 

Ächzend streckte sich die Hinterradfederung, nachdem Wilmhelm Schnepfensskorn wieder sicheren Boden unter den Füssen gefunden hatte.

Die Geschichte zeichnet im Leben des Menschen zuweilen seltsame Momente auf, die zum besseren Verständnis seiner Biographie beitragen. Im vorliegenden Fall geschah es, dass auf einmal die Aufhängung der Hinterradfederung eines Autos Erhellendes zur biographischen Abfederung eines Menschen beitrug.

Die Federn atmeten tief durch.

Unzählige Details zu Technik und Mensch liessen sich zusammen tragen, um die Person Wilhelm Schnepfensskorn besser zu erfassen. Diese Arbeit würde Bände füllen und somit auch Bibliotheken, welche die absolute Aufmerksamkeit der Menschheit auf sich zögen. Denn Wilhelm Schnepfensskorn war eine durchaus bekannte und anerkannte Figur. Daran änderte der Rauswurf aus dem Taxi nichts.

Das Gefährt, welches Wilhelm Schnepfensskorn und Kurt Schuster hergebracht hatte, entfernte sich, von seiner menschlichen Last befreit, bereits wieder mit schnell wachsender Geschwindigkeit. In diesem fuhr nun aber auch an technischen Informationen mit, was erhellend hätte Bibliotheken füllen können. Ein Buch bleibt liegen, das Autor fährt weg

Humpelzottelnd schritt Wilhelm Schnepfensskorn über den Platz, im Schlepptau den Gehilfen Kurt Schuster. Beim Gehen vermochte dieser ohne Schwierigkeiten mit seinem Vorgesetzten mitzuhalten.

Auf den Eingang des Lokals, der Pizzeria, strebten weitere Leute zu. „Ausgehabend!“ hiess es vermutlich an diesem Tag für viele Bewohner der Stadt.

Bei Menschen von einer gewissen Dicke, also solchen Personen, die in den öffentlichen Verkehrsmitteln nicht mehr auf einem einzelnen Sitz Platz finden, sondern ihre Masse über einen weiteren verteilen müssen, die eigene Leibesfülle demnach einem Sitznachbar in den Weg  stellen, im schlimmsten Fall sogar auf dessen Schenkel hinüber lenken, kann es geschehen – ja, so ungefähr verhält sich dies mit den Dicken und ihren Schwierigkeiten.

Fortsetzung

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