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mr Michail

„Ja, mein lieber Gründer, in dieser Welt der Amöben, Ionen, Elektronen, Posonen und Stationen kommen wir nicht weiter und auch nicht wieder“, stellte Glyzinie SeEigel fest. „Der Herr hier, dein so genannter neuer Freud, liefert uns den besten Beweis. Und mit dem Dicken ist es nicht besser bestellt. Er lässt den Dummen reden, damit er mir keine Antworten geben muss. Sie leben hier in einem Himmel voller schönen Ambitionen, aber das, was ich habe und mich bald in einen deiner Friedhöfe befördern wird, das bringen die nicht weg – trotz all der schönen Instrumente, die sie hier stehen haben.“

„Ich werde diesen Forschungszentren“, verkündete Gründer Schnaptepürä, „auf meinem neuen Friedhof ein riesengrosses Denkmal setzen. Herr Schuster wird mir dabei als Vertreter der Wissenschaft behilflich sein.“

Kurt Schuster intervenierte: „Sie haben, Herr Schnaptepürä, noch nicht erklärt, was die besonderen Merkmale des Friedhofs sind.“

„Oh, Herr Schuster, da machen Sie sich nur keine Sorge. Er wird besser gedeihen, er wird besser spriessen als ein Soldatenfriedhof nach der Schlacht.“

„Wenn Sie das so sagen, Herr Schnaptepürä, dann muss ich bemerken, dass Ihr Friedhof die Opfer eines ausserordentlichen Gemetzels aufnehmen wird.“

„Ja, Herr Schuster, Sie haben völlig recht. Und Sie bestätigen einmal mehr einen Eindruck, den man vom Wissenschafter hat: Er muss genau hinsehen, damit er empirisch verarbeiten kann, was er sieht und aus den Wolken zieht und dies zum einen Wohl der Menschheit, der diese Resultate zugeführt werden.“

„Das haben Sie sehr gut gesagt“, erwiderte Kurt Schuster, „aber ich weiss immer noch nicht, was ich für Ihren Friedhof zudienen kann.“

„Da ist die Antwort sehr klar. Mein endloses Feld wird die gescheiterten Versuche in der Wissenschaft aufnehmen, all die Menschen, welche die Wissenschaft in den Tod gehen hiess. Es gibt einiges zu tun. Uns wird es nicht an Arbeit fehlen, denke ich, Herr Schuster. Wir werden einiges zu tun haben.“

Auf dem Stuhl Wilhelm Schnepfensskorns war einiges ins Tun geraten. Er rührte sich recht ächzend. Der Herr und Meister des Stuhls schob sich schliesslich selber hoch und dann den Stuhl von sich weg.

Von grossem Vorteil für alle Anwesend erwies sich, dass weder der Stuhl noch der Mann ein weiteres Mal zu Boden stürzten, einzeln oder zusammen.

Wilhelm Schnepfensskorn begab sich zu einem Lichtschalter und knipste diesen an.

„Es ist recht dunkel geworden, hier“, murmelte der Mann.

Fortsetzung

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