sch-ach-ma

ma Aufbruch

„Unter den fliegenden Fischen, habe ich beobachtet, findet sich auch die Gattung der fliehenden Fische. Sie sind besonders in jenen Wolken auszumachen, die davon ziehen. Zu fragen ist natürlich auch, ob sich solche fliehende Fische in jenen Wolkengebilden aufhalten, die sich allmählich auflösen und dann plötzlich nicht mehr vorhanden sind? In diesen könnte sich durchaus ein fliehender Fisch verborgen haben. Ist der auch verschwunden?“

„Was nicht möglich ist. Auch ein fliehender Fisch löst sich nicht einfach so auf. Ein Fisch, der aus dem Sichtfeld verschwindet, hat nicht aufgehört zu sein.“

„Was ist mit ihm? Ist er ertrunken, weil er dann nicht mehr in der Wolke schwimmt, dafür aber ohne Halt in der Luft hängt? Möglicherweise bricht er sich das Genick, wenn er auf die Erde fällt.“

„Das Genick oder etwas anderes. Das ist das Schicksal eines jeden, der vom Himmel herunter fällt. Also auch jenes des Fisches. So ist das nun mal. Meine Überlegungen stellen lediglich Hypothesen dar. Solche darf ich durchaus anstellen“, bemerkte der Gehilfe.

„Dem widerspreche ich gar nicht.“

„Die Wolken haben durchaus etwas von den Schatten oder vielmehr von den Gebilden an sich, die sich unter dem Mikroskop ausmachen lassen. Dort findet sich auch ein Kommen und Gehen. Die Veränderungen vollziehen sich zuweilen in der Geschwindigkeit, welche den Wolken eigen ist. Man kann ihnen lange zusehen, ohne dass sich dort wie hier etwas bewegt. Man schaut eine Wolke an, sie bewegt sich kaum – und doch! Schaut man kurz weg, und dann wieder hin, hat sie bereits ihre Form leicht verändert. Das geschieht auch unter dem Mikroskop. Es stossen Gebilde ins betrachtete Feld vor. Ganz unerwartet. Unter der Linse entstehen seltsame Konstellationen. Da gibt es völlig gesunde Gebilde zu betrachten, die auf einmal von einem infekten Gebilde attackiert werden. Ich verstehe das nicht.“

„Worauf wollen Sie hinaus?“

„Genau auf das, was ich sage. Da gibt es beschädigte Gebilde, die verlassen ihr angestammtes Gelände und drängen ins gesunde vor, ohne aber Gesundes zu assimilieren, sondern nur um in dieses einzudringen, ohne dabei die eigene Beschädigung von sich zu legen. Das ist ein reichlich kompliziertes Ergonem. Das Mikroskop enthüllt dieses Phänomen, erklärt es aber nicht.“

„Solches sehen Sie unter dem Mikroskop? Ich verstehe nicht, was Sie sagen wollen? Sie müssen sich schon klüger ausdrücken, damit ich Ihnen folgen kann.“

„Was unter dem Mikroskop ist, entspricht der Gesellschaft. Eine Gesellschaft, die funktioniert, also gesund genannt werden kann und erfolgreich für eine möglichst grosse Anzahl ihrer Mitglieder einsteht, zieht unweigerlich weniger Begünstigte an.“

„Und das erkennt man unter dem Mikroskop?“

Fortsetzung

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