sch-ach-lz

lz cool

In diesem Zusammenhang von Klamotten zu sprechen, entspricht nicht dem guten Geschmack. Denn diese Kleider bringen dem Menschen grossen Nutzen. Sie gewähren jenen Schutz, den der Forscher benötigt, um in einem biochemischen Labor überhaupt wirken zu können.

Die Resultate, die in diesem Labor erlangt wurden, machten den Ruhm des Hauses aus. Das zusammen getragene Wissen und der praktische Ertrag daraus förderten die Entwicklung der Menschheit zu ihrem Besseren. Auch wenn es in kleinen Schritten vorwärts ging. Zuweilen sehr kleinen.

Wilhelm Schnepfensskorn steckte im Augenblick nicht in den spezifischen Laborgewändern und sah sich darum Herrn Kurt Schusters Bemerkungen schutzlos ausgeliefert.

„Wenn man wüsste, wie viele Tonnen Wasser in einer Wolke stecken, man würde von diesem Gewicht erschlagen, wenn es als Regen auf die Erde nieder fällt.“

„Ausgezeichnet gesagt. Ich bewundere den Scharfsinn. Mit dem Konjunktiv klammern Sie sich von der Gefahr aus. Da ist Ihnen ein grosser Schlag gelungen.“

„Als Hypothese ist das, was ich gesagt habe, nicht weg zu leugnen.“

„Meinten Sie eigentlich die Gewichtseinheit oder den Behälter?“

„Wie meinen Sie das?“

„Ich weiss ja nicht, was für Tonnen in Ihrem Kopf herum hängen.“

„Fässer, die aus den Wolken fallen, wären noch gefährlicher als das Wasser.

„Der Kerl stellt mich matt. Jede Hypothese muss überprüft und in gegebenem Fall weiter entwickelt werden. In Ihrem Himmel hängen schwimmende Fische. Wenn die Wolken austrocknen, ersticken die Fische.“

„Nein, fliegen, fliegende Fische. Denn es handelt sich um Wolken.“

„Da haben Sie wieder einmal recht. Es wird davon gesprochen, in der fachkundlichen Literatur, dass es fliegende Fische gibt. Und das ist der Beweis dafür, fliegende Fische, also Fische, die fliegen, dass Ihre Angelegenheit stimmt“, bemerkte Wilhelm Schnepfensskorn eher stimmlos und hob mit einer Drehbewegung das Objektiv etwas vom Objekttisch weg, schaute aber nicht hinüber zu seinem Gehilfen, meinte aber: „Ich gehe natürlich davon aus, dass es eine ganze Vielfalt von fliegenden Fischen gibt. Denn, wenn ich zum Himmel hinauf blicke, stelle ich ganz wissenschaftlich fest, dass es eine Anzahl höchst anregender Wolkenformen gibt, welche ganz sicher auf die jeweilig ganz bestimmten Bedürfnisse der fliegenden Fische zugeschnitten sind. Haben Sie bereits erforscht, wie viele Arten von fliegenden Fischen wenn nicht unsere Erde, so dann doch die Wolken bevölkern?“

Kurt Schuster hantierte auf einem Tisch mit Werkzeugen und bereitete einige Glasphiolen für die Sterilisierung vor. Die metallenen Behälter wollte er sich später vornehmen.

„Man darf den Boden der Realität nie unter den Füssen verlieren“, entgegnete er.

Fortsetzung

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