Das Out der Maus

Andere führen einen Hund, ich eine Eule. Sie ist überaus intelligent. Während andere Tiere ihre Zeit damit vertun, nach Beute zu jagen oder zu scharren, sitzt die Eule auf ihrem Ast und denkt. Dann, wenn sie sich aufmacht, um ihren Hunger zu stillen, öffnet sie die Schwingen und holt sich aus dem Dunkel eine Maus, die sich zu sehr von ihrem Laptop entfernt hat.

Nach der Mahlzeit kehrt sie zurück und blickt wieder hinaus in jene Fernen, welche die Phantasie erschliessen. Mit grossen Augen schaut die Eule in diese Welt hinein und ich mit ebensolchen. Unsere Blicke gehen nebeneinander her und machen die Nacht zum Tag.

Meine Eule hat eine grosse Qualität. Wenn ich meine Beute aus der Welt der Phantasie einfahre, schweigt meine Begleiterin und schreckt die Phantasie nicht, so dass sie zusammenzuckt und zergeht, bevor sie aufs Papier gebracht ist. Und das Beste an meiner Eule ist: Wenn sie ihre Augen schliesst, ist auch für mich der Zeitpunkt gekommen, mit dem Schlaf loszulegen.

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